27. November 2008

Flutung der Kapitalmärkte:
USA pumpten bislang 8.500 Milliarden Dollar in das Finanzsystem

Die Financial Times Deutschland (FTD) berichtet über Recherchen der US-Nachrichtenagentur Bloomberg, wonach die USA für die Rettung des US-Finanzsystems bislang Risiken im Umfang von 8.500 Milliarden US-Dollar (USD) auf sich genommen hat. Der Chef der US-Notenbank, Ben Bernanke, hatte bisher jegliche Auskunft über die Gesamtausgaben für die staatlichen Rettungsmaßnahmen als “kontraproduktiv” zurückgewiesen. Die fast unvorstellbare Zahl von 8.500 Milliarden USD dürfte viele Pessimisten in ihrer Haltung bestärken und Wasser auf die Mühlen all der Warner vor Inflation und weiteren Investitionsblasen sein.

von Nico Popp am 27. November 2008 um 10:08 Uhr Finanzen, Konjunktur, Wissen, Währungen
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2 Kommentare »

  1. “8.500 Milliarden Dollar”…das ist Betrug, denn das Geld hat die USA garnicht. Bei dieser Politik muss das System zusammenbrechen. Das Vertrauen der Bevölkerung wird hier einfach überstrapaziert. Wie lange wird der Einzelhändler an der Ecke denn überhaupt noch Geld annehmen, wenn es so einfach zu drucken ist…? Gutes Gelingen, Juergen

    Kommentar von Juergen — 27. November 2008 @ 12:07

  2. Richtig, Jürgen, Inflation an sich ist normal und auch akzeptabel - aber nur solange echte Gegenwerte geschaffen werden. Angenommen Handys sind doch schädlich: Millionen Nutzer würden den “Mutterersatz” in die Mülltonne schmeißen und die Aktienkurse von Balda & Co gegen 0 laufen. In dem Fall bestünde kein Gegenwert mehr, kein Vertrauen in einen bisher Milliarden bewegenden Artikel.
    Wenn die Deutschen von heute auf morgen sagen: Der Euro ist großer Mist, wir sind eh im Eimer, dann ist die Währung innerhalb von 24 Stunden kaputt, weil sie wie alle anderen Papierwährungen nur auf einer Vertrauenslüge aufgebaut ist.
    Und die USA haben keine Gegenwerte von 8,5Bio im Markt, weder als humane Ressourcen noch sonstwie. Das ganze Theater wird noch richtig heiter. Erste gut recherchierte Schriften beschreiben bereits schlüssig, dass das System nicht mehr zu retten ist. Mehr (höchst inkompetenter) Staat in der Wirtschaft ist auch keine Lösung, ein Kalifenstaat auch nicht, also wir sind gespannt, was da kommt…

    Kommentar von M. Bittrich — 27. November 2008 @ 15:46

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