30. Mai 2009

Weitere Verstaatlichungen durch Chavez:
Venezuela entzieht größtem Goldprojekt die Konzession

Verstaatlichungspolitik: Der venezuelanische Präsident Hugo Chavez irritiert InvestorenVerstaatlichungspolitik: Der venezuelanische Präsident Hugo Chavez irritiert Investoren
Verstaatlichungspolitik: Der venezuelanische Präsident Hugo Chavez irritiert Investoren

Die sozialistische Regierung von Hugo Chavez schlägt wieder zu! Dieses Mal wurden keine Öl-Lizenzen verstaatlicht, sondern es geht um das größte, noch nicht im Abbau befindliche Goldprojekt des Landes. Erwischt hat es den US-Goldexplorer Gold Reserve, dem mitgeteilt wurde, dass er die Konzession an seiner Liegenschaft namens Brisas verlieren würde. Offiziell wurden Vertragsfehler genannt, die zum Entzug der Konzession führen. In Wahrheit dürfte Hugo Chavez seine radikale Verstaatlichungspolitik sukzessive von den Öl– und Gasförderern auf andere Bereiche ausweiten.

In den vergangenen Jahren mussten sich zunächst die großen Ölkonzerne mit Minderheitsbeteiligungen in Venezuela zufrieden geben, bevor Energie– und Telekommunikationsgesellschaften folgten. Während die linke Regierung in Ecuador ein Minengesetz verabschiedet hat, welches ausdrücklich Investments großer Bergbaukonzerne im eigenen Land begrüßt (siehe Aurelian-Übernahme durch Kinross Gold oder die jüngsten Verhandlungen über den Verkauf von Corriente, in welche die Regierung involviert ist), scheint Chavez eher darauf bedacht, auch die letzten Investoren zu verprellen.

Aktien wie Gold Reserve werden mit einem großen Venezuela-Abschlag gehandeltAktien wie Gold Reserve werden mit einem großen Venezuela-Abschlag gehandelt
Aktien wie Gold Reserve werden mit einem großen Venezuela-Abschlag gehandelt

Neben dem Brisas-Projekt von Gold Reserve (11,8 Mio. Unzen Gold und 1,6 Mrd. Pfund Kupfer M&I-Resource) dürfte daher auch das noch größere Las Cristinas-Projekt von Crystallex in Gefahr laufen, in Kürze konfisziert oder durch einen Einstieg auf Staatsbedingungen verwässert zu werden.

Investments in Rohstoffgesellschaften und Explorer, die in Venezuela aktiv sind, bleiben hoch riskant und sind für Anleger ein Spiel mit dem Feuer. Auch wenn viele Gesellschaften inzwischen Bewertungsniveaus erreicht haben, die eine Quasi-Verstaatlichung schon eingepreist haben, ist das Chance-Risiko-Verhältnis bei willkürlicher Rechtsauslegung durch die Sozialisten von Hugo Chavez deutlich negativ.

von Redaktion Rohstoffraketen am 30. Mai 2009 um 14:17 Uhr Rohstoffe, Rohstoffraketen
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2 Kommentare »

  1. So willkürlich ist die Rechtsauslegung ja nicht, denn was die Sozialisten wollen, ist doch jedem bekannt, oder? Vor allem nach der Verstaatlichung des Öls hätte das jedem klar sein müssen!

    Kommentar von Thomas — 31. Mai 2009 @ 12:30

  2. und wer bekommt die Konzessionen: Rusoro Mining

    Mahlzeit ;-)))

    Kommentar von vssmnn — 1. Juni 2009 @ 13:25

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