Weizen auf dem Vormarsch: Verschärft sich die Rallye weiter?


Der Preis von Weizen befindet sich seit Anfang Februar in einer Rallye, die sich aus verschiedenen Gründen weiter verschärfen könnte. Neben der steigenden Inflationsangst ist die Hauptursache der Kursrallye die weitere Verknappung des verfügbaren Weizens bei stetig steigender Nachfrage. Nachdem Argentinien und andere Länder bereits verkündet hatten, ihre Weizenexporte einzuschränken, hat nun auch die us-amerikanische Regierung angekündigt, über Beschränkungen nachzudenken.

Dies ist wohl die hauptsächliche Triebfeder für die Rallye der vergangenen Wochen. Nachdem sich der Kursverlauf bei Weizen vor einigen Tagen zunächst etwas beruhigte, hatte die Importankündigung über die Menge von rund 600.000 Tonnen Weizen in den Irak sowie 100.000 Tonnen in die Türkei für Unruhe am Markt gesorgt. Zudem brachte die Genehmigung von Weizen-Importen aus Kanada in die Vereinigten Staaten weitere Unsicherheit in den Markt.

Charttechnisch ist der Weizen-Preis aus einem Dreieck ausgebrochen und hat nun die obere Begrenzung des Aufwärtstrends durchbrochen. Die Indikatoren zeigen ein positives Bild, allerdings mit ersten Warnsignalen für Preisübertreibungen. Spekulativ könnte man bei Weizen auf eine weitere Verschärfung der Rallye setzen. Hierbei sollte man allerdings die hohe Volatilität am Markt nicht außer Acht lassen und strenges Risikomanagement betreiben. Eine Trading-Position könnte man bei 850 US-Cent absichern.


Februar 28, 2008

2 Gedanken zu „Weizen auf dem Vormarsch: Verschärft sich die Rallye weiter?

  1. Christian Müller Beitragsautor

    Nachtrag:

    Der Irak hat seine Kaufmenge auf 700.000 Tonnen Weizen erhöht und angekündigt seine Ausgaben im Vergleich zum Vorjahr zu verdoppeln, da sich die Preise für den Weizen verdoppelt haben.

    Steigende Margen-Anforderungen und tägliche Preis-Limits, veranlassen den Markt immer mehr von Angst und Gier getrieben zu werden.

    Man sollte daher unbedingt auf sein Risiko-Management achten, da die Tages-Voalität in den letzten Tagen bei etwa 20% lag.

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  2. Christian Müller Beitragsautor

    Nachtrag:

    Aufgrund des Einbruchs des Weizen-Preises am Freitag den 29.02.2008 ist mit einem vorläufigen Ende der Weizen-Hausse zu rechnen. Sollten die 900 nachhaltig(!) brechen, ist eine längere Korrektur wahrscheinlich. Da der Weizen-Preis als Frühindikator für die Softcommunities innerhalb einer Rezession zählt, könnten dann auch andere Agrar-Produkte von einer Korrektur betroffen sein.

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