Archiv der Kategorie: Finanzen

Die internationale Finanzwelt hat sich innerhalb der vergangenen Jahre gewandelt: Täglich werden Unsummen um den Globus bewegt. Geld ist flexibel geworden und sucht sich weltweit die besten Investitionschancen. Je komplexer die weltweiten Finanzwege allerdings werden, umso anfälliger ist auch das gesamte System: Die Immobilienkrise in den USA im Jahr 2007 und einige Schieflagen von Hedge Fonds haben gezeigt, dass eine Krise schnell das gesamte System in Mitleidenschaft ziehen kann.

Was ist dran? Übernahmespekulationen um Adva, Gerresheimer und Leoni


Hat inzwischen dementiert - die Aktie stiegt trotzdem: Automobilzulieferers Leoni (Foto: Leoni AG)Sie sind ein Markenzeichen der Hausse: Übernahmen. Heute Nachmittag brandeten innerhalb weniger Stunden gleich drei Übernahmegerüchte zu deutschen Nebenwerten auf: Der Hersteller für Spezialverpackungen, Gerresheimer, war angeblich ins Visier von Saint Gobain geraten – der französische Großkonzern dementierte inzwischen ein Interesse. Auch um Automobilzulieferer Leoni rankten sich Gerüchte: Das chinesische Unternehmen Xinmao soll Interesse haben – wurde zumindest spekuliert. Auch Leoni dementierte. Kein Dementi gibt es dagegen von Adva Optical. Weiterlesen


Der EU-Partner von der traurigen Gestalt: Spaniens Finanzkrise belastet europäische Werte

Noch ist Spanien zu stolz für EU-Hilfe (Foto: wiewie bei pixelio.de)In Spanien ist die Finanzkrise noch lange nicht beendet. Wie hoch der Finanzbedarf des spanischen Staatshaushaltes im kommenden Jahr sein wird, ist zurzeit allerdings nur schwer abzuschätzen. Allein die spanischen Banken – und allen voran die dortigen Sparkassen – könnten schon bald zusätzliche Staatshilfen beantragen. Und vor diesem Hintergrund verliert auch der aktuelle Verzicht Spaniens auf EU-Hilfen an Bedeutung. Denn wie schnell eine solche Zusicherung ins Gegenteil umschlagen kann, hat zuletzt das Beispiel Irlands verdeutlicht. Weiterlesen

Trotz mieser Prognosen: Sky hält noch einen Trumpf in der Hand

Fass ohne Boden? Sky läuft ins AbseitsAm Freitag startete die Bundesliga in eine neue Saison. Solide geführte Vereine wie Bayern München, Werder Bremen oder der Hamburger Sportverein locken inzwischen auch internationale Stars in die Liga. Eine der Hauptfinanzquellen für die Vereine ist das Bezahlfernsehen. Seit Jahren überweist Sky der Liga Millionen für die exklusiven Übertragungsrechte. Ebenfalls seit Jahren versucht der Sender aus Unterföhring, mit Pay-TV Geld zu verdienen. Wie erfolglos dieses Unterfangen ist, lässt sich am Chart der Sky-Aktie ablesen: Vor etwas mehr als zwei Jahren noch zweistellig, fristet die Aktie inzwischen ein Dasein als Pennystock – und die Aussichten sind düster. Weiterlesen

Sommerflaute oder Sommerrally? Diese DAX-Werte profitieren von der heißen Jahreszeit

Sommer-Zykliker: Chart der LufthansaDie Tatsache, dass die Aktienmärkte im Sommer eher in die Knie gehen als nach oben durchzustarten, dürfte sich mittlerweile herum gesprochen haben. Rein statistisch starten die Aktienmärkte Mitte Juli eine Korrektur, die sich bis in den September hinein fortsetzt. So verliert beispielsweise der DAX in diesem Zeitraum durchschnittlich knapp über 5 Prozent. Natürlich können solche Vergangenheitsbetrachtungen keine Garantie für die kommende Entwicklung geben – es gilt vielmehr, diese zyklischen Auswertungen an die aktuelle Lage anzupassen. Doch auch für Anleger, die von steigenden Kursen ausgehen, halten die Anlagezyklen einige Tipps parat. Denn: Weiterlesen

Kollektive Asset Allocation: Optimismus verpufft – Anleger stark verunsichert

Intelligent Recommendations wertet kollektive Anlageentscheidungen aus und erstellt Analysen. Machen Sie kostenlos mit!In unserer letzten Analyse der kollektiven Asset Allocation der Anlageklassen Aktien, Anleihen, Immobilien, Geldmarkt, Rohstoffe, Währungen und Sonstiges zeigte sich, dass wenig risikobereite Anleger wieder verstärkt auf Aktien setzen. Damals interpretierten wir die Daten des interaktiven Anlegerportals Intelligent Recommendations zugunsten eines weiteren Anstiegs der Aktienmärkte. Da die risikoaversen Anleger auch weiterhin vorwiegend in liquide Anlageklassen wie Geldmarkt oder Anleihen investierten, sahen wir bei diesen Anlegern Potential für weitere Umschichtungen in Aktienwerte. Die Januar-Daten zeigen allerdings, dass risikoscheue Anleger offenbar eine Kehrtwende vollzogen haben – Aktienpositionen wurden zugunsten von Immobilien und des Geldmarkts abgebaut. Der kollektive Depotanteil der wenig Risikobereiten an der Assetklasse Aktien notiert im Januar nur wenig höher als im November. Weiterlesen

"Rohstoffraketen" interpretiert die Legende: George Soros und die "ultimative Gold-Blase"

Goldpreis: 200-Tage-Linie als mögliches Kursziel im Rahmen der durch die Euro-Diskussion ausgelösten Dollarstärke.Davos 2010, World Economic Forum. Investmentlegende George Soros erwähnte bei einem Mittagsmeeting, dass Gold die „ultimative Blase“ sei. Rasch ging diese Meinung über die Ticker und schickte den Goldpreis auf Talfahrt. Komischerweise erreichte der Goldpreis am Tag des Soros-Kommentars sein Korrekturtief bei 1.074 USD. Nun, Soros könnte hier wohl nach „seinem Buch“ gesprochen haben. Marktkenner vermuten, dass Soros bislang kaum oder nur gering in Gold und Goldaktien investiert ist – im Gegensatz zu anderen Hedge Fonds – Größen, welche in der letzten Korrektur den Einstieg wagten. Zu recht fragten sich Kommentatoren des Forums, was Soros mit dieser Äußerung bezwecken wollte. Warum spricht er von Gold als der ultimativen Bubble? Weiterlesen

Kommt die weltweite Finanzmarktregulierung? Warum man Obama nicht unterschätzen sollte

Obama geht in die Offensive: Schlägt der angeschlagene Boxer zurück?Die Ankündigung von US-Präsident Barrack Obama, Banken den Eigenhandel verbieten zu wollen, traf die Finanzmärkte wie eine Bombe. US-Banken wie JP Morgan Chase oder Goldman Sachs könnten künftig ihre Haupteinnahmequelle verlieren, Bank-Aktien verloren teils zweistellig. Noch ist Obamas Drohung allerdings nicht mehr als ein wagemutiges Vorhaben, das der Präsident nach dem Verlust der Senatsmehrheit erst einmal durchsetzen muss. Auch die mächtige Wallstreet-Lobby wird einem derartigen Gesetzesvorhaben keineswegs tatenlos zusehen. Das “Banken-Kastrationsgesetz” ist also noch lange nicht Wirklichkeit. Kann sich Obama allerdings behaupten, käme das Gesetz einer Zäsur gleich: Die meisten Entwicklungen des Bankgeschäfts der vergangenen Jahre wären auf einen Schlag hinfällig, komplexe Finanzprodukte und hohe Hebel in der Nachsicht eine Irrung der Geschichte. Weiterlesen

Ende der Horror-Nachrichten? Commerzbank mit Ausbruch aus Abwärtstrend

Die Commerzbank erwartet spätestens 2011 wieder einen Gewinn (Foto: Markus Goetzke, Commerzbank AG)Die meisten Anleger erinnern sich wahrscheinlich noch an den Sinkflug der Commerzbank-Aktie im Jahr 2008 und 2009: Nach der Übernahme der Dresdner Bank sowie den Horrornachrichten bezüglich notwendiger Abschreibungen verlor die Aktie des zweitgrößten deutschen Finanzinstituts in der Spitze über 90 Prozent ihres Wertes. Damit dürfte klar sein, dass diese Aktie nichts für Anleger mit schwachen Nerven ist. Kaum eine Dax-Aktie hat in den letzten Monaten solch starke Kursausschläge verzeichnen müssen. Dennoch lohnt sich aktuell ein intensiver Blick auf das Frankfurter Unternehmen. Weiterlesen

Stimmungsanalyse bringt neue Erkenntnisse: Risikoscheue Anleger kehren im Dezember an den Aktienmarkt zurück

Intelligent Recommendations wertet kollektive Anlageentscheidungen aus und erstellt Analysen. Machen Sie kostenlos mit!Seit einiger Zeit untersuchen wir gemeinsam mit dem interaktiven Anlegerportal Intelligent Recommendations die Stimmungslage der Anleger nach Risikogruppen. Vor einem Monat zeigte die kollektive Asset Allocation der Anlageklassen Aktien, Anleihen, Immobilien, Geldmarkt, Rohstoffe, Währungen und Sonstiges, dass vorsichtige Anleger trotz aufkeimender Inflationsängste noch immer verstärkt auf Geldmarktpapiere, Anleihen oder Immobilien setzen. Auch war vor einem Monat auffallend, dass Rohstoffe in den Depots der meisten Anleger noch immer eine untergeordnete Rolle spielen. Die aktuellen Daten, die Intelligent Recommendations im Dezember erhoben hat, zeigen neue Erkenntnisse: Es scheint, als kämen die weniger risikobereiten Anleger an den Aktienmarkt zurück. Weiterlesen

Rückenwind durch Allianz-Zahlen? Deutsche Bank und Commerzbank haben eigene Probleme

Die Deutsche Bank setzt künftig verstärkt aufs Privatkundengeschäft  - mit Erfolg? (Foto: Deutsche Bank AG)Ein Gewinn von 1,3 Milliarden Euro im dritten Quartal überraschte nicht nur die Allianz-Aktionäre – auch der Dax und insbesondere Finanztitel profitieren von den positiven Quartalszahlen des Münchener Finanzkonzerns. Obwohl Allianz noch immer keinen Ausblick auf das Jahresergebnis wagt, konnten die Schätzungen der Analysten um knapp 200 Millionen Euro übertroffen werden. Sollte dieses positive Ergebnis richtungsweisend für die gesamte Branche sein, könnten Commerzbank, Deutsche Bank oder auch die Deutsche Börse ebenfalls überraschen, denken sich Anleger und setzen zum Wochenanfang verstärkt auf Finanztitel. Weiterlesen