Archiv der Kategorie: Kommentare

Bemerkungen und Einschätzungen zum Börsengeschehen.

Rauf oder runter? Rohstoffpreise maßgeblich vom Dollar beeinflusst


Schwacher Dollar - starke Rohstoffe? (Foto: Snapper, aboutpixel.de)Gerne hätten wir Ihnen in dieser Woche einen neuen Trade vorgestellt, doch ist es manchmal besser, lieber ein paar Tage abzuwarten, bevor man eine falsche Entscheidung trifft, die dann richtig Geld kostet. Wir sehen derzeit eine Bodenbildung bei Rohstoffen. Man muss nur einen Blick auf Rohstoffe wie Kakao, Kaffee, Mais, Weizen oder Sojabohnen werfen, um zu sehen, dass hier eine seit Wochen anhaltende Bodenbildung im Gange ist. Aber nicht nur die charttechnische Bodenbildung bei den Rohstoffen spielt eine wichtige Rolle bei der Betrachtung des Gesamtmarkts, sondern auch das Verhalten des Wechselkurses zwischen Euro und US-Dollar (Währungspaar EUR/USD). Weiterlesen


Kommt die weltweite Finanzmarktregulierung? Warum man Obama nicht unterschätzen sollte

Obama geht in die Offensive: Schlägt der angeschlagene Boxer zurück?Die Ankündigung von US-Präsident Barrack Obama, Banken den Eigenhandel verbieten zu wollen, traf die Finanzmärkte wie eine Bombe. US-Banken wie JP Morgan Chase oder Goldman Sachs könnten künftig ihre Haupteinnahmequelle verlieren, Bank-Aktien verloren teils zweistellig. Noch ist Obamas Drohung allerdings nicht mehr als ein wagemutiges Vorhaben, das der Präsident nach dem Verlust der Senatsmehrheit erst einmal durchsetzen muss. Auch die mächtige Wallstreet-Lobby wird einem derartigen Gesetzesvorhaben keineswegs tatenlos zusehen. Das “Banken-Kastrationsgesetz” ist also noch lange nicht Wirklichkeit. Kann sich Obama allerdings behaupten, käme das Gesetz einer Zäsur gleich: Die meisten Entwicklungen des Bankgeschäfts der vergangenen Jahre wären auf einen Schlag hinfällig, komplexe Finanzprodukte und hohe Hebel in der Nachsicht eine Irrung der Geschichte. Weiterlesen

Die Märkte sind verunsichert: Darum sollte der Kapitalerhalt in diesen Tagen im Vordergrund stehen

Nichts Genaues weiß man nicht: Die Märkte tendieren zum Jahresende unentschlossen (Foto: Leica / pixelio.de)Wenn ich mich derzeit bei anderen Händlern oder auch Banken umhöre, weiß derzeit keiner von ihnen genau, was man machen, beziehungsweise wie man sich als Trader genau verhalten sollte. Es herrscht Unsicherheit vor. Dies prägt derzeit auch das Bild am Markt. Kurz vor dem großen Verfall am 18. Dezember liegt der größte Open Interest bei etwa 5600 Punkten. Oft ist es so, dass sich die großen Marktteilnehmer im Vorfeld positionieren und auch auf diese Marke „hinarbeiten“ – vorausgesetzt, es passieren bis dahin keine größeren unvorhersehbaren Ereignisse. Weiterlesen

Simple Regeln des Kurzfriststradings: Finden Sie einfache und schnelle Trades

Den guten Trades auf der Spur: Charttechnik ist am Währungsmarkt besonders zuverlässig (Foto: Snapper, aboutpixel.de)Ich bin bekennender Daytrader im Devisenmarkt und habe somit vor Jahren schon mit der guten alten Maxime ‘Buy-and-hold’ abgeschlossen. Denn in einem Marktumfeld, in dem die Zyklen immer kürzer werden und die Irrungen und Wirrungen der “Fachleute” immer offenkundiger, steckt für mich der größte Gewinn in der täglichen Bewegung der Märkte. Und wer mich etwas näher kennt, der spart sich dann auch schnell die Frage nach dem “Wohin geht EUR/USD?”. Natürlich sind das alles interessante akademische Fragen, die für einige Marktteilnehmer, wie zum Beispiel Automobilhersteller oder Fluggesellschaften mit Geschäften, die ein Wechselkursrisiko inne haben, von essentieller Bedeutung sind. Aber als Trader interessiert es mich nicht wirklich! Weiterlesen

Rückenwind durch Allianz-Zahlen? Deutsche Bank und Commerzbank haben eigene Probleme

Die Deutsche Bank setzt künftig verstärkt aufs Privatkundengeschäft  - mit Erfolg? (Foto: Deutsche Bank AG)Ein Gewinn von 1,3 Milliarden Euro im dritten Quartal überraschte nicht nur die Allianz-Aktionäre – auch der Dax und insbesondere Finanztitel profitieren von den positiven Quartalszahlen des Münchener Finanzkonzerns. Obwohl Allianz noch immer keinen Ausblick auf das Jahresergebnis wagt, konnten die Schätzungen der Analysten um knapp 200 Millionen Euro übertroffen werden. Sollte dieses positive Ergebnis richtungsweisend für die gesamte Branche sein, könnten Commerzbank, Deutsche Bank oder auch die Deutsche Börse ebenfalls überraschen, denken sich Anleger und setzen zum Wochenanfang verstärkt auf Finanztitel. Weiterlesen

Liquiditätshausse treibt Gold, Öl und Aktien: Wieso irrationale Märkte kein schlechtes Zeichen sein müssen

Goldene Zukunft trotz Konjunktur-Angst? Die Liquiditätshausse setzt sich vorerst fort. (Bild: Deutsche Bank AG)Nach wie vor deuten alle Anzeichen auf eine Fortsetzung der Liquiditätsrally hin: Der Goldpreis übertraf heute kurzzeitig das Allzeithoch vom März 2008 und notierte in der Spitze über 1040 US-Dollar (USD). Einer der Hauptgründe für die Goldrally ist der Wertverlust des US-Dollars – gegenüber dem Euro gab der Greenback um 0,3 Prozent nach. Auch Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) kletterte am Nachmittag über die 70-Dollar-Marke. Doch nicht nur Rohstoffe können am heutigen Dienstag zulegen: Dax, TecDax und SDax steigen um rund 2 Prozent, der MDax legt gar um mehr als 3 Prozent zu. Damit widersetzen sich die Rohstoff- und Aktienmärkte auch weiterhin den zunehmend unsicheren Konjunkturprognosen – ein weiteres Indiz für die Liquiditätsrally. Weiterlesen

Es läuft etwas aus dem Ruder! Liquidität belebt die Märkte – bis zur nächsten Krise?

Lange oder kurze Leine? Die Rally lebt von der expansiven Geldpolitik der Notenbanken (Foto: siepmannH, pixelio.de)Die Aktienmärkte steigen und steigen. Allerdings steigen in gleichem Maße auch die Bewertungen, so dass mittlerweile teilweise wieder Bewertungsniveaus erreicht werden, die wir zuletzt vor dem Ausbruch der Krise gesehen haben. Kein Wunder also, dass es Skeptiker gibt, die auf das Problem aufmerksam machen. Wenn also die Aktien nicht mehr günstig sind, warum steigen sie dann weiter? Weiterlesen

Stürzt euch nicht auf die Zocker! Wieso Öl-Spekulanten wichtig für den Markt sind

Die Öffentlichkeit macht Spekulanten nur für hohe Preise verantwortlichIn den USA ist derzeit wieder eine heiße Debatte darüber entbrannt, ob die Rohstoffmärkte von Spekulanten und hier insbesondere Hedge Funds und Banken manipuliert werden. Die amerikanische Commodity Futures Trading Commission, abgekürzt als CFTC, will striktere Regeln für den Handel mit Rohöl- und Erdgaskontrakten einführen, um dadurch die Spekulation mit diesen Rohstoffen zu beschränken. Positionsgrenzen würden dazu führen, dass Hedge Funds nur noch eine bestimmte Anzahl an Futures kaufen oder verkaufen dürfen und nicht darüber hinaus. Den Politikern kommt dies natürlich sehr gelegen und daher wundert es nicht, dass auch der französische Präsident Nicolas Sarkozy und der englische Premierminister Gordon Brown auf diesen Zug aufgesprungen sind. Weiterlesen

Abwärtstrend oder nur Konsolidierung der Gewinnserie? Warum Fonds den Dax wieder stützen könnten

Verkäufe der Trendfolger drücken den DaxDer deutsche Leitindex mit seinen darin gelisteten dreißig Einzeltiteln verlor nun seit Beginn des dritten Quartals 2009 von gut 4900 Zählern bis heute (Tagestief 4570) 330 Punkte und damit knapp 7 Prozent. Für einige Schwarzseher ist das natürlich schon wieder Wasser auf die Mühlen. Aber stellt sich die Situation wirklich so düster dar? Keineswegs. Es hieß nur Kasse machen für die Profianleger und dies aus zwei hauptsächlichen Gründen: Zum einen achten Fonds darauf, dass das zweite Quartal (30.Juni 2009) mit guten Gewinnen dargestellt werden kann. Zum anderen zwang einfach das charttechnische Bild zum kurzfristigen Ausstieg. Weiterlesen

Edelmetalle, Öl und Agrarrohstroffe: Jetzt wieder in Rohstoffe investieren?

Kurse für Agrarrohstoffe ziehen bereits wieder anIn einigen Artikeln der deutschen Medienlandschaft habe ich gelesen, dass die Rohstoffrally tot sein soll. Es wird gerne darauf verwiesen, dass das Wachstum in Asien nicht mehr mit den früheren Niveaus Schritt halten könne und dass dadurch die Rohstoffnachfrage massiv einbrechen werde. Ein derartiger Artikel liest sich natürlich auf längeren Zugfahrten ganz gut und vertreibt die Zeit, jedoch sieht die wahre Welt draußen auf den Futuresmärkten ganz anders aus. Weiterlesen