ETF App Vergleich: Die besten ETF Apps im Test 2024

The best, and worst, performing Australian ETFs for 2018Börsengehandelte Indexfonds, sogenannte ETFs, sind besonders empfehlenswert, wenn man einen langen Anlagehorizont verfolgt, daher steht die Frage im Raum ob es auch ETF Apps gibt um von überall und jederzeit seine ETF Portfolio im Auge behalten zu können.

Denn wer langfristig investiert, der kann hier durchaus eine attraktive Rendite erzielt.

Aber worauf ist zu achten, wenn man mit einer ETF App investieren möchte?

Was ist eigentlich ein ETF?

ETF: Was sind ETFs? ETF einfach erklärt | justETF

Exchange Traded Fund – kurz: ETF – bezeichnet einen an der Börse gehandelten Investmentfonds, der den Index, der verfolgt wird, zu 100 Prozent abbildet. Mit einem ETF ist es möglich, dass der Trader bzw. Anleger so kosteneffizient wie möglich in verschiedene Märkte investieren kann. Dabei werden für die Nachbildung eines Index jene Aktien zusammengestellt, die auch in dem Original-Index enthalten wären. Zudem punkten ETFs mit Sicherheit – denn hier sinkt das Risiko und es steigt die Gewinnchance. Denn ETFs sind in der Regel immer breit diversifiziert, sodass also eine breite Streuung erfolgt. Das reduziert automatisch das Risiko. Und wer langfristig investiert, also über mehrere Jahre immer dieselbe Summe, der darf sich am Ende über den Cost Average Effekt freuen. Es kommt nämlich zu einer Durchschnittsrendite, die, vor allem bei langfristigen Investments, in der Regel positiv ausfällt.

Letztlich punktet ein ETF auch mit dem sehr schlanken Gebührenmodell. Denn die Kosten werden mit der TER – das ist die Total Expense Ratio – angegeben. Hier sind all jene Gebühren enthalten, die anfallen, wenn es um die Verwaltung des Vermögens sowie um die Depotbank geht. Die TER wird entweder monatlich oder im Quartal vom Fondsvermögen abgezogen. In der Regel liegt man zwischen 0,1 Prozent und 0,5 Prozent/Jahr.

Lohnt sich ein Investment in ETFs?

Egal ob man per Broker oder via ETF Apps investiert, wer sich mit den Finanzen befasst, der weiß, dass eigentlich schon vor der Geburt der Grundstein gelegt werden sollte, um dem Nachwuchs eine sorgenfreie finanzielle Zukunft schenken zu können. Vor allem darf man nicht außer Acht lassen, dass auch Kinder Kosten verursachen: Führerschein, Schule, Hochzeit, Auto – man möchte seinem Nachwuchs auch unter die Arme greifen können.

Aus diesem Grund ist es ratsam, wenn man schon vor der Geburt einen ETF Sparplan erstellt. Die Portfolio-Aufteilung könnte folgendermaßen aussehen:

40 Prozent in den MSCI World, 20 Prozent in den MSCI Europe, 15 Prozent in den MSCI Emerging Markets und 25 Prozent in Staatsanleihen. In den letzten 30 Jahren hätte man so im Jahr – durchschnittlich – eine Rendite von um die 5 Prozent erzielt. Wer also im Monat 150 Euro investiert hätte, durfte sich nach 18 Jahren auf 52.000 Euro freuen. Und das, obwohl nur 32.400 Euro investiert worden sind. Der Rest – 19.600 Euro – wird durch den Zinsertrag gebildet. Eine ideale Ausgangslage, um dem Nachwuchs finanziell unterstützen zu können.

Wichtig ist, dass man langfristig investiert und sich nicht durch Kursrücksetzer, also Korrekturen, aus der Ruhe bringen lässt.

Investieren mit einer speziellen App für ETFs

Möchte man sein Geld in ETFs investieren und dabei mit einer App arbeiten, so gibt es natürlich den einen oder anderen Vor- wie auch Nachteil.

Vor- und Nachteile von ETF Apps

Vorteile

  • Schnell und unkompliziert
  • Einsicht auf alle ETF Investitionen
  • Anpassungen jederzeit möglich

Nachteile

  • ETF Apps verleiten zu vorschnellen Korrekturen

Die Vorteile liegen auf der Hand: Man kann jederzeit einen Blick auf die Entwicklung des Vermögens werfen und gegebenenfalls auch nachkaufen bzw. die Sparrate ändern – und dafür muss man nicht den eigenen Computer starten, sondern kann hier von unterwegs aktiv werden. Jedoch mag genau dieser ständige Zugriff auch ein Nachteil sein, wenn man bemerkt, die Märkte befinden sich in einer Korrektur, könnte man nervös werden und gegebenenfalls verkaufen, obwohl man eine langfristige Strategie verfolgt. Wer also mit einer App arbeitet, sollte nervenstark sein und sich nicht von etwaigen Kurskorrekturen aus der Ruhe bringen lassen.

Woran erkennt man eine gute App für ETFs?

Ist man auf der Suche nach der besten der ETF Apps, so ist es wichtig, ein paar Punkte zu berücksichtigen. Auch wenn es natürlich auf die persönlichen Vorstellungen ankommt, sodass auch die eigenen Interessen einen Einfluss darauf haben, ob man die App als empfehlenswert empfindet oder nicht, gibt es ein paar Punkte, die objektiv betrachtet werden können, um sodann sagen zu können, die App ist gut oder mitunter verbesserungswürdig.

Große Auswahle

Große Auswahl an verschiedenen ETFs

Wichtig ist, dass eine entsprechende Auswahl an unterschiedlichen ETFs zur Verfügung steht. Denn so kann man in weiterer Folge den für sich passenden ETF finden. Gibt es nur eine begrenzte Auswahl, so soll das nicht stören, wenn der persönlich favorisierte ETF dabei ist – wenn das nicht der Fall ist, so ist das durchaus ein Problem. Man sollte mitunter auch keinen Kompromiss eingehen, wenn man von einem bestimmten ETF überzeugt ist, dieser aber nicht verfügbar ist, dann sollte besser in Richtung anderer Anbieter bzw. andere App geblickt werden.

Kosten

Kosten und Gebühren

Die Kosten wie auch Gebühren sollten keinesfalls unterschätzt werden. Wobei anzumerken ist, dass die Gebühren bei einem ETF relativ gering sind – das ist auch der Grund, wieso ETFs dann empfohlen werden, wenn man nur geringe Beträge investieren möchte. Aufgrund der Tatsache, dass hier nämlich nur ein Markt nachgebildet wird, also es keinen im Hintergrund aktiven Fondsmanager gibt, kann man sehr wohl Kosten sparen.

Jedoch ist zu bemerken, dass man immer nur so stark bzw. schwach wie der Markt ist. Man kann den Markt nicht schlagen. Mit einem Fondsmanager ist das hingegen möglich. Wobei es keine Garantie gibt, dass das dem Fondsmanager auch gelingen wird.

Funktionen

Funktionen und Features

Auch die zur Verfügung stehenden Funktionen wie Features spielen eine wesentliche Rolle, wenn es darum geht, die passende App zu finden. Auch hier gilt, dass man sich im Vorfeld die Frage stellen sollte, was ist einem persönlich wichtig. Das heißt, gibt es hier die volle Abdeckung er persönlichen Vorstellungen oder muss man gegebenenfalls Kompromisse eingehen, weil nicht alle relevanten Dienste angeboten werden?

Direkter Zugriff

Unmittelbarer Zugriff auf das eingezahlte Geld

Entscheidet man sich, in einen ETF zu investieren, so unterschreibt man keinen Vertrag, in den sodann für mehrere Jahre investiert werden muss. Man kann jederzeit auf das Geld zugreifen bzw. auch alle Anteile verkaufen. Jedoch ist die Frage zu stellen, ob mit der App ein sofortiger Zugriff auf das Geld möglich ist oder ob es hier ein paar Hürden gibt. Wer jedoch auf lange Sicht investiert, also nicht daran interessiert ist, innerhalb kürzester Zeit Anteile zu verkaufen, kann diesen Punkt getrost ignorieren.

Usability

Benutzerfreundlichkeit

Was jedoch nicht ignoriert werden darf, ist die Benutzerfreundlichkeit. Denn ist die App kompliziert bzw. überladen, sodass mitunter Anwenderfehler die Folge sein können bzw. sehr wohl ein „Verklicken“ dazu führt, dass man Geld verliert, dann ist es ratsam, die Finger von der App zu lassen. Hinweise, ob eine App benutzerfreundlich ist, findet man in der Regel im Internet. Hier muss nur nach den entsprechenden Erfahrungsberichten Ausschau gehalten werden.

Kundenservice

Kundenservice

Zuletzt ist noch ein Blick auf den Kundenservice zu werfen. Denn sehr wohl können immer wieder Probleme oder Schwierigkeiten auftreten, die dazu führen, dass man Unterstützung benötigt. Live Chats sind heutzutage besonders beliebt, da man sofort eine Antwort auf seine Frage erhält. Gibt es nur das Kontaktformular, so muss man mitunter ein bis zwei Werktage Geduld haben, bis man eine Antwort oder einen Lösungsvorschlag präsentiert bekommt. Eine Hotline mag ebenfalls interessant sein, hier ist jedoch im Vorfeld zu klären, ob diese kostenlos ist oder mitunter Gebühren anfallen.

Die besten ETFs Apps bietet eine große Auswahl

Wichtig ist natürlich, dass eine entsprechende Auswahl zur Verfügung gestellt wird. Wobei hier natürlich zu erwähnen ist, dass es auch um die persönlichen Vorlieben wie Vorstellungen geht, in welche ETFs investiert werden soll.

AktienImmobilienRohstoffeAnleihenAlternative

Aktien ETFs

Besonders interessant sind Aktien ETFs. Wer ausschließlich in Aktiengesellschaften investieren will, ist hier an der richtigen Adresse. Wichtig ist, dass man einen Blick auf die Performance wirft – im Idealfall, wie sich der ETF in den letzten drei, fünf wie zehn Jahren entwickelt hat, sofern dieser schon so lange aufgelegt wird.

Immobilien ETFs

Ebenfalls vielversprechend: Immobilien ETFs. Immobilien, das sogenannte Betongeld, werden immer beliebter, wenn es darum geht, langfristig zu investieren. Mit einem ETF kann man hier problemlos in das Betongold investieren und sich über eine attraktive Rendite freuen.

Rohstoffe ETFs

Auch Rohstoff ETFs sind sehr beliebt. Je nach ETF gibt es sodann eine Vielzahl an unterschiedlicher Rohstoffe, die sodann gebündelt werden.

Anleihen ETFs

Anleihen ETFs sind eher für sicherheitsorientierte Anleger gedacht. Anleihen sind nicht schwankungsanfällig und eher stabil. Das heißt aber auch, dass hier der geringste Gewinn möglich ist.

Alternative ETFs

Wer sich selbst als risikoaffin bezeichnet, der kann auch in Richtung Alternative ETFs blicken. Denn neuartige Märkte sorgen immer wieder für Überraschungen – positiv wie negativ. Wer also keine Lust auf altbekannte Märkte hat, der kann auch einen Blick auf die Alternativen werfen.

Gibt es das Risiko versteckter Gebühren bei ETF Apps?

Befasst man sich mit dem Gebührenmodell des Anbieters, so wird man relativ schnell erkennen, dass die seriösen Anbieter mit offenen Karten spielen. Ist man unsicher, ob nicht doch versteckte Gebühren verrechnet werden, so helfen mitunter im Internet zu findende Erfahrungsberichte weiter.

Über den Autor

Chefredakteur bei aktien-blog.com. Seit meinen frühen Jugendjahren beschäftige ich mich mit Aktien und verschiedenen Investments und bin aktuell als selbstständiger Finanzvermittler tätig.