Irritierende Unternehmensmeldung: Arafura-Aktionäre trennen sich von ihrer Aktie

Die Aktie von Arafura Resources erlebt heute einen deutlichen Kurssturz und notiert derzeit mit 0,87 Euro fast zwanzig Prozent im Minus. Der australische Explorer für Metalle der Seltenen Erden veröffentlichte in der vergangenen Nacht eine vorläufige Machbarkeitsstudie für sein Vorzeigeprojekt Nolans Bore. Obwohl die Aktie an der Heimatbörse in Australien umgerechnet bei 1,06 Euro geschlossen hat, scheint der Inhalt der Studie vor allem deutschen Investoren nicht zu gefallen. Arafura Resources konzipiert Nolans Bore als Tagebaumine mit einer zwanzigjährigen Laufzeit und stellt in der vorläufigen Machbarkeitsstudie das Erreichen der Gewinnzone nach acht Jahren in Aussicht.

Die Produktion soll ab dem Jahr 2011 beginnen und bis 2013 die volle Kapazität von 20,000 Tonnen Metalle der Seltenen Erden erreichen. Anleger von Arafura Resources zeigen sich nach dem heutigen Kursverfall enttäuscht. Vor allem die Tatsache, dass die Mine erst nach acht Jahren die Gewinnzone erreichen soll, irritiert viele Aktionäre. Bemüht man selbst den Taschenrechner und setzt die hohen Kapitalkosten mit den geplanten jährlichen Überschüssen in ein Verhältnis, fällt die Rechnung sogar noch trüber aus. Obwohl CEO Alistair Stephens in einem Interview die konservative Kalkulation der gesamten Studie betonte, rechnet die Studie teilweise mit hohen Weltmarktpreisen: Beispielsweise erwartet Arafura Resources aus der Produktion von Uran einen jährlichen Ertrag von 37 Millionen australischen Dollar (AUD) – bei einem geschätzten Weltmarktpreis von 100 US-Dollar (USD) pro Pfund. Momentan notiert das Pfund Uran allerdings lediglich bei 89 USD.

Auch wenn viele Experten weiter steigende Preise für den Energierohstoff erwarten, sollte eine solche Kalkulation doch unter den aktuellen Weltmarktpreisen liegen. Zumal bei Uran bis zum Jahr 2013 mit einer Erweiterung des weltweiten Angebots zu rechnen ist. Der ferne Produktionsbeginn, die relativ geringe Rentabilität und einige Unklarheiten rund um die vorläufige Machbarkeitstudie von Arafura drängten viele Aktionäre bereits heute aus der Aktie.

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