Die Automobilbranche um Daimler-Chrysler und VW drückt den DAX

Der deutsche Leitindex DAX gab gestern um knapp ein Prozent auf 6009 Punkte nach. Die Gründe hierfür, sind vor allem in den Automobilwerten zu finden. Nachdem am Donnerstag bereits Daimler-Chrysler massiv an Wert verloren hat, enttäuschte am Freitag auch Volkswagen: Die Quartalszahlen wurden am Markt schlecht aufgenommen und führten zu einem Minus von 5,4 Prozent. Daimler fiel gestern nicht so stark wie noch am Vortag, dennoch schlug auch hier ein unerfreuliches Minus von knapp drei Prozent zu Buche. Die Mini-Krise scheint alle Automobilwerte zu treffen. Da stellt sich natürlich die Frage, welches Unternehmen am schnellsten Restrukturierungsmaßnahmen einleiten und fortsetzen kann. Volkswagen, die durch Rivalitäten zwischen Aufsichtsrat und Vorstand gelähmt scheinen und zudem noch immer ein “kleines Staatsunternehmen” sind, wohl kaum. Daimler-Chrysler hingegen hat die Restrukturierungen bereits begonnen. Die Tatsache, dass die Problematik durch die aktuellen Zahlen allen klar ist, könnte dazu führen, dass Zetsche seine Pläne rigoroser umsetzen kann. Eine Blockadehaltung gegen Restrukturierungsmaßnahmen kann sich zu diesem Zeitpunkt niemand erlauben. Darin liegt möglicherweise eine Chance. Wer Daimler-Chrysler am Boden kauft, wird womöglich schneller belohnt werden als gedacht.

2 thoughts on “Die Automobilbranche um Daimler-Chrysler und VW drückt den DAX

  1. Anonym

    Wie sieht’s mit BMW aus? Frick hat gesagt BMW sei viel besser als Daimler, weil das noch ein Familienunternehmen ist, wo die Vorstandsmitglieder ein kontretes Interesse an steigenden Kursen haben, weil sie selbst viele Aktien ihres Unternehmens besitzen.

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  2. Nico Popp

    Vergleichen wir BMW mit Daimler-Chrysler:

    BMW hat eine Marktkapitalisierung von rund 30 Mrd Euro, Daimler-Chrysler über 40 Mrd Euro. Beim Streubesitz liegen die Münchner bei rund 50 Prozent, die Schwaben dagegen fast bei 90 Prozent. In sofern ist BMW schon eher ein Familienunternehmen. Dennoch denke ich, ist die Fricksche Argumentation nicht ganz stimmig. Die Quandts sind Multimilliardäre und nicht mit CEOs von kleinen Nebenwerten vergleichbar, die eigene Aktien halten. Die Quandts haben noch weitere Beteiligungen an Unternehmen und sie haben so viel Geld, dass ich denke, sie verfolgen eher eine langfristige Strategie, als der kleine Nebenwert-CEO. Die BMW Aktie hat im Zuge der kleinen “Auto-Delle” auch etwas nachgegeben, am 16.5. ist hier Hauptversammlung. Abwarten was uns die Zahlen bringen.

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