Details zur Kapitalerhöhung: Balda braucht Asien – braucht Asien auch Balda?

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Mobilfunk-Zulieferer Balda vermeldete heute den Bezugspreis für die geplante Kapitalerhöhung: Für 10,00 Euro je Anteil können Altaktionäre die neuen Balda-Aktien bis zum 17. Dezember zeichnen. Ab dem 19. Dezember werden die neuen Aktien dann an der Börse gehandelt. Positiv für Privatanleger ist die Tatsache, dass sämtliche Balda-Großaktionäre rund um Investment-Legende Guy Wiser-Pratte bereits der Kapitalerhöhung zugestimmt haben und neue Aktien zeichnen werden. Das Unternehmen beabsichtigt, durch die Mittel aus der Kapitalerhöhung seine Bilanzstruktur zu stärken sowie seine Position auf dem asiatischen Markt weiter auszubauen.

Da Mobiltelefone und Unterhaltungselektronik in erster Linie in Asien gefertigt werden, liegt es nahe, dass Balda hier Fuß fassen möchte. Doch auch asiatische Gesellschaften interessieren sich für das deutsche SDAX-Unternehmen: Vor rund einer Woche wurde bekannt, dass Balda von vier asiatischen Unternehmen Angebote für strategische Partnerschaften erhalten haben soll. Unter anderem wurden die Namen von Asustek, Quanta Computer, Foxconn und Flextronics als mögliche strategische Partner für Balda genannt. Lediglich Asustek und Quanta Computer haben die Berichte über ein eigenes Interesse am deutschen Technologieunternehmen dementiert.

Die Details zur Kapitalerhöhung sowie die Phantasie rund um die mögliche Zusammenarbeit zwischen Balda und asiatischen Unternehmen haben dem Kurs der Aktie gut getan. Momentan notiert Balda knapp über der Zehn-Euro-Marke und Aktionäre spekulieren darüber, wie Baldas künftiges Engagement in Asien aussehen wird. Will das Unternehmen zukaufen, strebt man eine strategische Partnerschaft an oder steht Balda gar vor einem Übernahmeangebot?


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