Schlechte Aussichten für Commerzbank-Aktionäre: Dax beendet eine schwache Woche mit Verlusten

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Der deutsche Aktienindex Dax beendet die verlustreiche Woche mit einem weiteren Kursrutsch: Der Index gab im Xetra-Handel rund zwei Prozent auf 4783 Punkte ab. Größter Verlierer im Dax war erneut die Aktie der Commerzbank, die zweistellig auf 4,67 Euro nachgab und im Handelsverlauf sogar zeitweise auf ein neues Rekordtief stürzte. Nach Einschätzung zahlreicher Experten steht die Bank nach der Teilverstaatlichung mindestens fünf Jahre unter staatlichem Einfluss – der Bund besitzt mit mehr als 25 Prozent der Stimmen eine Sperrminorität in der Hauptversammlung und kann so wichtige Entscheidungen blockieren.

Auch die Zinszahlungen von rund 1,5 Milliarden Euro jährlich, welche die Commerzbank künftig an den Bund leisten muss, schrecken Commerzbank-Aktionäre ab. Der bisherige Rekordgewinn der Bank lag im Jahr 2007 bei 1,9 Milliarden Euro. Somit werden Aktionäre der Commerzbank für lange Zeit auf eine Dividende verzichten müssen.

Je mehr Eckdaten der gestrigen Rettung bekannt werden, um so deutlicher wird, in welch einer dramatischen Situation sich die Commerzbank befinden muss. Offensichtlich gab es keine Alternative zur Teilverstaatlichung der Bank, die noch vor Monaten als Nummer Zwei in Deutschlands Bankenlandschaft gehandelt wurde.

Wie eng Freud und Leid in diesen Tagen beisammenliegen, zeigt die heutige Kursentwicklung bei den Anteilsscheinen der Allianz: Die Aktien der ehemaligen Mutter der Dresdner Bank, welche durch die gestrige Intervention des Bundes sicher sein kann, künftig ein “Problemkind” weniger umsorgen zu müssen, steigt heute um rund sechs Prozent auf 70,80 Euro.


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