Exploration mit Hindernissen: Corriente Resources kann Mirador-Mine frühestens 2010 in Betrieb nehmen

Der kanadische Rohstoff-Explorer Corriente Resources will die Arbeit am Kupfer- und Gold-Projekt Mirador in Ecuador fortsetzen. Die Exploration war 2006 nach Protesten durch Einheimische unterbrochen worden und ist bis auf Weiteres ausgesetzt. Wie das kanadische Investmenthaus Canaccord berichtet, haben Gespräche zwischen der sozialistischen Regierung und Corriente nun zu einer Teillösung geführt. Zunächst soll die Arbeit an einem Umweltgutachten fortgesetzt werden. Corriente hatte bereits 2006 die Zustimmung für ein Umweltgutachten erhalten, Änderungen an der geplanten Mine machen allerdings eine neue Fassung des Gutachtens nötig.

Das Corriente-Management rechnet in diesem Fall mit keinerlei Problemen. Die Analysten von Canaccord sehen durch die Aussetzung der Arbeiten am Mirador-Projekt allerdings einem frühstmöglichen Produktionsstart im ersten Quartal 2010. Neben der Zustimmung der Regierung zur Wiederaufnahme der Arbeiten am Projekt muss Corriente Details zur Besteuerung und zur Finanzierung in einem Vertrag (“stability agreement”) mit der ecuadorianischen Regierung vereinbaren. Schließlich gilt es, mit diesen Erkenntnissen Investoren für den Bau der Mine zu finden.

Neben den Gesprächen über Mirador war auch ein kupferhaltiger Bereich aus Lavagestein, der sich nördlich des bestehenden Projekts befindet, Thema zwischen Corriente und der Regierung. Die Behörden ließen verlauten, dass jedes Projekt, das in enger Zusammenarbeit mit dem Staat und den Anwohnern geplant wird und Rücksicht auf die Umwelt nimmt, grundsätzlich in Produktion gehen könne. Erfüllt Corriente diese Anforderungen, sollten die Arbeiten am Mirador-Projekt wieder aufgenommen werden – noch hat Corriente trotz des hohen Cashbestandes von 100 Millionen kanadischen Dollar (CAD) bis zur Produktion jedoch einige Hürden zu nehmen.

2 thoughts on “Exploration mit Hindernissen: Corriente Resources kann Mirador-Mine frühestens 2010 in Betrieb nehmen

  1. Nico Popp

    Positiv ist, dass Bewegung in den Streit reingekommen ist und es in gewisser Weise voran geht. Negativ ist, dass die Regierung nochmal klar gemacht hat, worauf es ihnen ankommt, damit sie eine Mine genehmigen. Das können Machtspiele sein, Unsicherheit bringt es aber nunmal schon mit sich.

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