Dax hält sich über 7000 Punkten: Ist die Erholung nur vorübergehend?

Mit einem geringen Kurszuwachs von 0,13 Prozent auf 7052 Punkte konnte sich der Dax zum Wochenbeginn über der Marke von 7000 Punkten behaupten. Bestimmt wurde der heutige Handelstag durch die überraschend positive Entwicklung des US-Einkaufsmanagerindex und dem neuerlichen Schub des Ölpreises auf Rekord-Niveau: Nach Unruhen in Nigeria und Spannungen zwischen dem Iran und den USA übertraf der Preis für ein Barrel Öl erstmals die Marke von 120 US-Dollar.

Trotz dieser Entwicklung behauptet der Dax-Index die 7000-Punkte-Marke und hat seit Mitte April mehr als 500 Punkte zugelegt. Grund genug für die Financial Times Deutschland (FTD), gemeinsam mit Analysten von Morgan Stanley zu ergründen, ob die Erholung wohl nachhaltig sein wird: “Die kleine Rally zwischendurch”

7 Gedanken zu „Dax hält sich über 7000 Punkten: Ist die Erholung nur vorübergehend?

  1. M. Bittrich

    Nein, die Erholung ist nicht nur kurzfristig. Einfacher Grund: Inflation treibt die Börse an. Wer dagegensteuern könnte, sind die Notenbanken; die aber sind vollauf damit beschäftigt, die doch noch recht banken-begrenzte Krise in den Griff zu bekommen. Für mich sind damit die Weichen weiter Richtung 9000 gestellt.

    Anderes Beispiel, wie der Hase läuft: Man deckt sich mit Calls ein und bringt ein Übernahmeangebote für Yahoo; man zieht sein Yahoo-Angebot zurück, hat sich vorher mit Puts eingedeckt und freut sich nun doppelt; es wird imho noch ein Angebot folgen in wenigen Monaten, denn Microsoft wird google nicht tatenlos ziehen lassen. Vorher deckt man sich natürlich wieder ein…

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  2. Nico Popp Beitragsautor

    Ins Bild passt auch die Tatsache, dass der Yahoo-CEO jetzt scheinbar doch wieder mit Microsoft verhandeln will, weil er der Kritik der Aktionäre nachgibt – selbstverständlich erst nach dem gestrigen Einbruch 😉

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  3. M. Bittrich

    Ackermann spricht “Wenn keine weiteren Schocks auftreten, könne man das Schlimmste jetzt gemeinsam bewältigen”
    Das ist das ganze Geheimnis: Wenn die 20 weltweiten Top-Banken – und nur die sind ungeachtet aller Trader und Hedges die Market-Maker – kurzfristig keine Konkurrenz bilden sondern sich absprechen, dann ist die Finanzkrise schneller überwunden als manchem Basher lieb sein mag.

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  4. Phil

    Ich bin nicht der Meinung das die Bankenkrise noch gerettet werden kann und denke eher, das es sich um einen kurzfristigen Trend im Dax handelt und er wieder fallen wird. Letztendlich weiß es niemand von uns. Für mich dies auf jeden Fall noch ziemlich turbulent.

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  5. Christian Müller

    Die Bankenkriese ist schon komplett in die Aktienkurse eingepreist, weitere Rückschläge könnte nur überraschent einige Unternehmen treffen, die direkt oder indirekt mit der Kriese etwas zu tun haben. Die Chancen auf eine Erholung stehen nicht schlecht. Für die USA werden nun kleinere und mittlere Substanzunternehmen sehr interessante für eine mittelfristige Anlage werden, da aufgrund der jetzt steilen Zinskurve im USD diese Unternehmen günstige Kredite aufnehmen können (d.h. die Unternehmensrendite ist größer als der Darlehenszinsen), sofern Expansionspläne beim jeweiligen Unternehmen vorliegen bzw. endlich umgesetzt werden können.

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  6. Nico

    Einige Banken haben in den vergangenen Tagen über ihre Fondsgesellschaften verlauten lassen, dass die Krise an den Aktienmärkten vorbei sei. Unter anderem vertritt auch die Deutsche-Bank-Tochter DWS diese Haltung. Das könnte dafür sprechen, dass sich einige Fonds bereits wieder positioniert haben.

    @Christian Müller: Ich denke auch, dass die zu erwartende Liquiditätssituation aufgrund der FED-Interventionen für Aktien positiv ist. Das spricht für eine “Liquiditäts-Rallye” im zweiten Halbjahr. Kritiker könnten auch von neuer Luft für die Blase sprechen…

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  7. M. Bittrich

    Richtig, und starke Inflationen waren per natura schon immer gut für die Börse. Darüber hinaus muss man davon ausgehen, dass viele Häuser schlechte Papiere in ihren hauseigenen Fonds versteckt haben. Diese KOnstellationen kann man später gemütlich beim Platzen einer Blase oder der nächsten Rezession auf die Gesamtwetterlage schieben.

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