Trotz Gewinnmitnahmen: Experten wissen, was den Dax antreibt

Nach einigen durchweg positiven Tagen verabschiedete sich der Dax schwächer ins Wochenende: Der Index schloss am Freitag mit einem Minus von rund 0,4 Prozent bei 6412 Punkten. In den USA werden weniger Eigenheime gebaut als noch im Vorjahr – Grund genug für Börsianer, sich an Konjunkturängste zu erinnern und einige Gewinne der letzten Wochen durch Verkäufe abzusichern. Der größte Verlierer im Dax heißt an diesem Freitag Volkswagen. Das Unternehmen kündigte an, dass Audi-Chef Martin Winterkorn zukünftig die Geschicke des Konzerns lenken soll und veröffentlichte zugleich seine Investitionspläne bis zum Jahr 2009. Den Aktionären gefielen diese Nachrichten offenbar nicht: Die Aktie verlor 2,8 Prozent.

Trotz der Abschläge sieht der Kursverlauf deutscher Standardwerte im Chartbild noch immer sehr rosig aus. In den letzten drei Monaten konnte der Index prozentual zweistellig zulegen und obwohl seit Wochen die Wahrscheinlichkeit einer Korrektur größer wird, haben Marktkommentatoren eine Erklärung für die anhaltende Herbstrallye gefunden: Die stetig steigenden Kurse locken immer wieder neue Anleger an die Börse, die wiederum die Kurse nach oben treiben. Die Lösung liegt also auf der Hand – immer neue Aktionäre braucht das Land!

8 thoughts on “Trotz Gewinnmitnahmen: Experten wissen, was den Dax antreibt

  1. Olaf

    Den Aktionären gefielen diese Nachrichten offenbar nicht […]

    Vermutlich wäre “einem Großaktionär gefällt das nicht” korrekter, denn Aktien von VW wurden am Donnerstag und Freitag in der Schlussauktion ohne Rücksicht auf den Markt geschmissen. Gestern ging die Xetra Schlussauktion bei VW knapp 20 Minuten. Normal sind fünf. Die Zukunft von VW liegt meiner Meinung nach bald vollständig in den Händen von Piëch, nicht von Strohmann Winterkorn.

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  2. Nico Popp

    Ja, habe davon gehört. Der eine Große geht, der nächste Große stockt möglicherweise im Hintergrund bereits auf. Ich bin einmal gespannt wie die Geschichte zwischen VW und Porsche weitergeht.

    Hast Du Argumente für eine Übernahme von VW durch Porsche? Ich kann mir nicht vorstellen, dass die sich so einen Klotz ans Bein binden wollen. Auch wenn das VW-Gesetz und das bißchen “Niedersachsen-Planwirtschaft” fällt, reicht Porsche doch eine strategische Beteiligung aus. Die Realität spricht dennoch eine andere Sprache: VORERST will Porsche nur bis 30 Prozent Anteile an VW sammeln.

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  3. Saviano

    Erstens, würde ich sagen, Potenzial an neuen Aktionären in Deutschland gibt es anscheinend mehr als genug (die Netto-Investitionen in Aktienfonds sind dramatisch rückläufig).

    Zweitens, in Bezug auf VW – in der Tat, was will Porsche mit VW? Eine reine Übernahme kann ich mir nicht vorstellen: VW ist zu groß und ob strategisch sinnvoll? Keine Ahnung, spontan, als ich die Kommentare las, dachte ich an eine wie auch immer geartete Zerschlagung. Aber ehrlich gesagt, eher eine Spinnerei, was?

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  4. Nico Popp

    Ja, denke nicht, dass Porsche sich nun als “Heuschrecke” versucht 😉 Allerdings kann ich mir auch schwer andere Gründe für Porsches Engagement jenseits der “25% 1” denken. Möglicherweise rechnen die bei Porsche mit Kursgewinnen, wissen nicht, wo sie sonst investieren sollen oder wollen einfach nur Druck auf VW ausüben. Weitere Vorschläge? 😉

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  5. Frank

    Bisher ist Porsche als Nieschenhersteller doch immer sehr gut gefahren. Vielleicht wollen Sie mit den Aktien von VW wirklich nur Geld machen!?

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  6. Nico Popp

    Hallo Frank, na wie gefällt Dir das Ajax Plugin?

    In der Vergangenheit haben Übernahmen bzw. Zusammenschlüsse in der Autobranche ja selbst bei gleich großen Partnern zu Problemen geführt. Ich kann nicht mehr spekulieren als ich das oben getan habe. Abwarten. An eine Übernahme glaube ich nicht.

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  7. Saviano

    Ja, das habe ich oben gemeint: “In den vergangenen Monaten ist Porsche zum größten Aktionär bei Volkswagen aufgestiegen – um die Partnerschaft in der Autoproduktion abzusichern, wie es offziell heißt. Doch in der Finanzszene kursieren ganz andere Beweggründe. Planspiele, die bei Porsche gemacht werden, sehen mittelfristig eine komplette Neuordnung des Konzerns vor” (Handelsblatt.de, 28.11.06) – und zwar, es wird über die Herauslösung (Zerschlagung) einzelner Teile spekuliert und die mögliche Entstehung eines “Porsche-Audi-Konzerns”…

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  8. Pingback: Aktien-Blog » Spekulieren auf die Porsche-Audi AG: Dax steuert überzeugend gegen

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