Deutsche Telekom hat noch viel vor: Folgt der Rebound?

Die Deutsche Telekom musste gestern eine Umsatz- und Gewinnwarnung veröffentlichen. Zudem kehrten rund eine Million Festnetzkunden dem Konzern den Rücken. Vor allem dieser Verlust trifft das Unternehmen hart: Kunden wechseln ihren Festnetzanbieter meist nur sehr selten – die Chancen der Telekom, diese Kunden zurückzugewinnen, stehen daher schlecht. Jetzt will das Unternehmen mit einer neuen Preisstruktur den Wettbewerb annehmen. Diese Maßnahmen sind auf Grund der gestrigen Zahlen mehr als notwendig. Es gilt, mit der gewachsenen Konkurrenz der Kabelanbieter mitzuhalten, die für ein monatliches Entgeld von zwanzig Euro Telefonie und Internet zum Pauschaltarif anbieten. Bei der Telekom kostet dies mehr als das Doppelte. Auch beim Service muss die Telekom weiter zulegen. Das Sorgenkind des Unternehmens frustriert durch inkompetente oder nicht zuständige Mitarbeiter noch immer täglich tausende Kunden. Konzernchef Kai-Uwe Ricke muss nun beweisen, ob er befähigt ist, innerhalb kurzer Zeit drastische Umbaumaßnahmen durchzuführen. Davon hängt wohl auch sein Job ab. Im Zuge der gestrigen schlechten Zahlen gab die Aktie rund acht Prozent ab. Vermögensverwalter Thomas Grüner sieht die Aktie der Deutschen Telekom vorerst an ihrem Tiefpunkt angelangt. Jegliche negativen Nachrichten seien bereits im Kurs der Telekom eingepreist. Zwischen 10,87 und 11 Euro seien alle Voraussetzungen für ein zeitweiliges Tief erreicht. Die Aktie biete auf diesem Niveau Potential für eine technische Gegenbewegung.

3 thoughts on “Deutsche Telekom hat noch viel vor: Folgt der Rebound?

  1. Nico Popp

    Was siehst Du auch so? Das was Grüner zur Aktie sagt, oder das was ich zur Telekom sage? Oder etwa sogar beides? Ich halte die Telekom zwar für einen schweren Dampfer, dennoch können auch Super-Tanker ihren Kurs ändern. Die Infrastruktur hat die Telekom ja. Wenn sich die Aktie stabilisiert und erste Anzeichen einer Kursänderung im Konzern zu sehen sind, ist die Aktie wegen der Dividende für Aktien-Sparer attraktiv. Mal sehen, ob es soweit kommt.

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