Reboundgranate oder Rohrkrepierer? “Escada mit aufgestautem Rebound-Potential”

Kleiner Lichtblick: Wann zahlen sich die Restrukturierungen auch für Aktionäre aus?Der Modegeschmack ist ja bekanntlich verschieden, was auch gut so ist. Die Mode- und Luxusgüterbranche bekommt aktuell Stück für Stück die jetzige Wirtschaftskrise zu spüren. Vielleicht nicht in dem Ausmaß, wie im Automobil- oder Automobilzuliefererbereich, aber dennoch sinken allgemein die Umsätze, da auch die betuchteren Kunden etwas zum Sparen gezwungen werden. Das Modelabel Escada ist nach eigenen Angaben ein international tätiger Luxusmodekonzern für Designer-Damenmode. Heute verfügt die ESCADA-Group weltweit über 194 eigene Shops und 226 Franchise Shops/Corners in rund 60 Ländern.

Die im mittleren Preissegment angesiedelte PRIMERA-Sparte steht derzeit zum Verkauf. Der seit Mitte letzten Jahres neue Vorstandsvorsitzende Dr. Bruno Sälzer ist kein Unbekannter im Modegeschäft (ehemals Hugo Boss-Vorstand) und krempelt derzeit den Laden um. Ich traue ihm aufgrund seiner Erfahrung den schwierigen Konzernumbau zu und somit auch die damit verbundene Auferstehung des gefallenen Engels Escada.

Charttechnisch gesehen ist ein vollständiger intakter Abwärtstrend erkennbar. Dennoch sollte man nach meiner Einschätzung ein Auge auf die Aktie werfen, denn sie war am gestrigen Tag einer der stärksten Werte auf dem deutschen Kurszettel und das unter erhöhtem Umsatz. Ich traue der Aktie weitere Kurssteigerungen zu und würde sie bis zu Kursen von 3,20 Euro mit einem anschließenden Stopp bei 2,80 Euro kaufen. Das erste Kursziel sehe ich aufgrund des aufgestauten Rebound-Potentials bei über 4,00 Euro. Viel Erfolg!


Dieser Text wurde dem Börsenbrief dertrader.at vom 30.01.2008 mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers Matthias Schomber entnommen.

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