Hoffnung auf eine Zinssenkung: FED lässt Leitzins unverändert

Die US-Notenbank Fed hat heute die Leitzinsen unverändert bei 5,25 Prozent belassen. Den gesamten Börsentag hatten Anleger die Entscheidung im Hinterkopf – entsprechend abwartend zeigte sich der Handel. Zwar wagte sich der Dax wieder über die Marke von 6700 Punkten, schloss später aber dennoch deutlich von seinem Tageshöchststand entfernt. Nach der Entscheidung der US-Notenbank machte der Dow-Jones-Index einen wahren Freudensprung und kann aktuell fast einhundert Punkte zulegen. Die Fed hat sich in ihrer Begründung zudem die Option auf zukünftige Zinssenkungen offen gelassen. Man wolle auch in den nächsten Monaten zwischen Inflationsrisiko und Wirtschaftsentwicklung abwägen, heißt es in der offiziellen Erklärung. Für die Aktienmärkte sollte diese Nachricht weitere Entspannung bringen – die Hoffnung auf sinkende Zinsen in den USA ist keine Utopie.

7 Gedanken zu „Hoffnung auf eine Zinssenkung: FED lässt Leitzins unverändert

  1. tillex

    Guthaben-Zinsen senken? Das ist 120 Mio hoch verschuldeten Amis auch egal. ;P

    In Deutschland ist das gewöhnlich so bei Zinssenkungen: In Rekordzeit werden die Guthabenzinsen gesenkt, aber die Dispozinsen hinken Monate hinterher, und umgekehrt.

  2. Nico Popp Beitragsautor

    Ja, das stimmt. Der Wettbewerb der Direktbanken nimmt jedoch zu. Gerade beim Tagesgeld gibt es mittlerweile sensible Kunden, die auch nicht davor zurückschrecken, wegen 0,1 Prozentpunkt die Bank zu wechseln. Die Direktbanken wie 1822, Daimler-Chrysler, Consors oder Comdirect sind doch schon nah dran am Leitzinssatz des Euroraums. Consors ist mit seinem Neukundenangebot von 4,5% sogar drüber.

  3. Saviano

    Ich denke, der Markt glaubt offensichtlich nicht an Stagflation (oder irgendeine Art Stagflation), als er gestern so deutlich positiv auf das Statement reagierte. Denn sonst waren die Worte nicht wirklich neu oder aber sehr optimistisch…

    Aber im Falle einer Abkühlung wird wohl auch mit zwangsweise niedrieger Inflation und entsprechend niedrigen Zinsen gerechnet (“halbwegs” positiv für Wall Street) und im Falle von doch guter Konjunktur, hat Wall Street auch “gute Karten”. Mit “dazwischen” oder “gleichzeitig” rechnet (vielleicht zurecht) niemand, oder habe ich etwas falsch interpretiert?

  4. tillex

    So oder so, das ganze Firmenaufgekaufe (Hedge) auf Kredit kann nicht gutgehen, Japan kennt faule Kredite nach 20 Jahren Dauerrezession auch recht gut…

  5. Saviano

    Das “Gekaufe” auf Kredit kann sehr wohl gutgehen, solange die gekauften Firmen ihre Finanzierungskosten bedienen können. Auch die “ganz normalen” Investitionen erfolgen auf Kredit – und war die Businessidee gut, laufen die Geschäfte gut, sind alle zufreden.

  6. Pingback: Das FOMC-Statement im Detail • Börsennotizbuch

  7. Nico Popp Beitragsautor

    Hallo Saviano,

    Ich denke auch, dass mit der gestrigen Einschätzung durch dei Fed die Staglationsangst verflogen ist. Alle hatten ja in den letzten Wochen Angst vor der Immobilienblase und sonstigen Schreckgespenstern. Dass die Vorgänge für die Fed aber fast “business as usual” (Die Fed hat immerhin keine Panik gemacht und altbewährte Formulierungen gefunden) sind, hat die Anleger überrascht. Daher auch die Kursausschläge.

    In meinen Augen war das genau das, was der Markt brauchte. Deswegen bin ich gestern auch noch bis 20.00 Uhr am Rechner geblieben. Sonst lass ichs da schon eher ruhig angehen 😉

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