Fonds oder ETFs? Hier ist die Antwort!


ETFs oder Fonds?

Der Vermögensaufbau kann mit ETFs und mit Fonds gelingen. So klappt’s am besten!

Aktiv oder passiv? Diese Frage stellen sich viele Privatanleger. Konkret gemeint ist damit die Entscheidung zwischen passiven ETFs, die einen Index so gut als möglich abbilden und aktiv verwalteten Fonds, die einen Fondsmanager haben. Wie so oft, gibt es auch auf diese Frage keine kurze Antwort. Vielmehr hängt die Entscheidung zwischen ETFs und aktiv verwalteten Fonds vom jeweiligen Einsatzzweck und nicht zuletzt auch vom Anleger ab.

ETFs oder Fonds – für jeden Markt das beste Instrument

Um langfristig am Kapitalmarkt erfolgreich zu sein, ist Diversifikation wichtig. Das meint die Streuung von Kapital über mehrere Anlageklassen und auch Regionen. Viele dieser Anlageklassen und Regionen sind sehr gut erschlossen. Das heißt, es gibt viele Informationen rund um die jeweiligen Märkte und es findet ein kontinuierlicher Handel statt. Beispiele für solche gut erschlossenen Märkte sind Aktien aus Europa, den USA oder auch Staatsanleihen aus Japan. Auf solchen etablierten Märkten spielen ETFs als passive Instrumente ihre Stärken voll aus, da es aktiven Ansätzen schwer fällt, besser abzuschneiden. Wenn es für Sparer also darum geht, ein Grundgerüst wichtiger Märkte aufzubauen, das langfristig als Fundament für die Vermögensplanung dient und schnell und einfach an neue Situationen angepasst werden kann, sind ETFs die beste Wahl. Wenn es um Standardwerte oder Staatsanleihen geht, sind Privatanleger gerade in Zeiten niedriger Renditen mit ETFs gut bedient. Diese Produkte bieten sich daher an, um ein Basisinvestment kostengünstig umzusetzen.

Doch bereits unterhalb der großen Indizes können aktiv verwaltete Fonds ETFs den Rang ablaufen. Schon bei kleineren Unternehmen aus Deutschland kann es sich beispielsweise lohnen, aktive Strategien einem Vermögenskonzept beizumischen. Der Grund: Während ETFs kleine Unternehmen nach einem festen Regelwerk auswählen und automatisch abbilden, schauen sich gute Fondsmanager die Titel ganz genau an. Das führt dann dazu, dass bestimmte Aktien auch stärker im Fonds gewichtet werden können. Da gerade kleinere Märkte nicht so stark im Fokus der Öffentlichkeit stehen, funktioniert der Markt weniger effizient, als beispielsweise bei Titeln aus dem DAX. Hier können Fondsmanager aktiv Chancen wahrnehmen. Außer bei Nebenwerten gibt es eine Reihe aktiv verwalteter Fonds, die ihre Berechtigung haben, beispielsweise im Bereich der Schwellenländer und auch bei Unternehmensanleihen. Hier kann es ein Fehler sein, sich ausschließlich auf das Regelwerk eines Index zu verlassen. Die individuelle Analyse und das Knowhow eines Fondsmanagers machen sich auf solchen Märkten schnell bezahlt.

Aktive Fonds können Risikoprofil verbessern

Doch ist es für Privatanleger überhaupt nötig, exotische Märkte abzudecken? Grundlage eines erfolgreichen Portfolios sollten etablierte Märkte wie Europa, USA, Japan und liquide Titel aus Schwellenländern sein. Mit diesem Fundament sind Sparer bereits gut aufgestellt, um langfristig kontinuierliche Renditen zu erzielen. Doch gerade, wenn es darum geht, ein Portfolio auch gegen kurzfristige Schwankungen wetterfest zu machen, können aktive Strategien ins Spiel kommen. Da es bei aktiven Fonds Strategien gibt, die anders als viele passive Indizes eine geringere Korrelation zum Gesamtmarkt aufweisen, kann es sich auch aus Gründen der Risikosteuerung anbieten, einige aktive Fonds als Satelliten-Investments beizumischen.


5 Gedanken zu „Fonds oder ETFs? Hier ist die Antwort!

  1. finanzielleUnabhängigkeit

    Hallo Nico,
    welche aktive Fonds bzw. Strategien würdest Du denn empfehlen? Schließlich sind diese ja in der Regel auch etwas teuer. Bei Deinem Beispiel DAX gibt es ja auch ETF´s auf kleinere oder Unternehmen oder TEC Unternehmen. Auch in den anderen Märkten könnte man ETF´s einsetzen.
    LG Henning

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    1. Redaktion Beitragsautor

      ETFs lohnen sich vor allem auf etablierten Märkten, wie in Deutschland DAX oder MDAX oder in den USA S&P 500 oder auch Japan Topix usw. Je spezieller und kleiner oder auch illiquider der Markt wird, desto eher spielen aktive Fonds ihre Stärken aus. Hier muss man genau schauen, welche Fonds man wählt. Eine gute Seite ist wie ich finde assetstandard.de. Dazu werde ich auch bald mal etwas schreiben!

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  2. Florian Maler

    Ich finde den Beitrag sehr interessant! Das aktive Fonds ein ETF überflügeln können, denke ich auch. Ich habe noch eine Frage zu dem Thema Diversifikation.

    “Um langfristig am Kapitalmarkt erfolgreich zu sein, ist Diversifikation wichtig. Das meint die Streuung von Kapital über mehrere Anlageklassen und auch Regionen.”

    Was halten Sie von Focus-Investing, gerade für kleinere Konten? Ich habe gerade einen Blog zu dem Thema Diversifikation gelesen: http://www.boersenverlag-saschamiddeke.de/Trading-Blog/Portfolio-Management-Boersenbrief-und-Aktien-Wissen

    Hier wird beschrieben, dass Diversifikation nur bei großen Konten sinnvoll ist. Können Sie das bestätigen, oder sollte ich grundsätzlich diversifizieren, auch wenn ich (noch) mit kleinen Konten handel? Ich möchte langfristig erfolgreich handeln und denke, dass Diversifikation bei meinem Konto etwas schwierig ist.

    Viele Grüße,
    Flo

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    1. Redaktion Beitragsautor

      Ich glaube, hier kommt es auf die Definition an. Ich würde mit kleinen Beträgen diversifizieren, indem ich ein Basisinvestment wähle, das streut. Das kann ein guter VV-Fonds oder aber auch der MSCI World + Anleihen sein. Fokus-Investment klingt sehr gut, jedoch gibt es Fallstricke: Selbst wenn jemand in einer Nische ein großes Knowhow hat, kann der Markt jede rationale Überlegung durchkreuzen und für Verluste sorgen. Wer dann sehr speziell angelegt hat, fährt große Verluste ein. Zwar sind auch große Gewinne möglich, doch bietet es sich an, Vermögensplanung vom Risiko ausgehend zu betreiben. Daher Core-Satellite auch für Anleger mit kleineren Konten. Der Satellit darf dabei gerne exotisch sein, gerade wenn man Fachwissen in dem Bereich hat!

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