Gold bei 6.000 Dollar? Börsenbrief erwartet Hyperinflation bis 2013

RohstoffraketenDie Redaktion des Börsenbriefs Rohstoffraketen rechnet wegen des deutlichen Anstiegs der US-Geldmenge mit einer Hyperinflation. Während sich die Weltwirtschaft derzeit noch inmitten eines deflationären Schocks befinde, welchen der Börsenbrief bereits in früheren Ausgaben seiner Rohstoffstudie angekündigt hatte, erwartet die Redaktion bis 2012/2013 eine “vollständige Entwertung des Papiergeldes”. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Endphase der globalen Hyperinflation bereits 2009 startet, ist nach Einschätzung des Börsenbriefs gestiegen.

Es sei deswegen ratsam, seine Gold- und Silberbestände weiter auszubauen und sich nicht durch die niedrigen Preise an den Future-Märkten irritieren zu lassen. “Es steht zu erwarten, dass demnächst die vollständig auf Papier aufgebaute Gold- und Silberpreisdrückung zerbricht. Wir prognostizieren per 2012/2013 Gold- und Silberpreise von 6.000 und 300 US-Dollar je Feinunze”, so der Börsenbrief.

16 Gedanken zu „Gold bei 6.000 Dollar? Börsenbrief erwartet Hyperinflation bis 2013

  1. mika

    […]eine “vollständige Entwertung des Papiergeldes”[…]
    […]”Wir prognostizieren per 2012/2013 Gold- und Silberpreise von 6.000 und 300 US-Dollar je Feinunze”[…]
    Selten so einen Quatsch gelesen. Im Zuge einer extrem steigenden Volatilität, scheint die Gehirntätigkeit mancher obskuren Börsenbrief-Autoren dramatisch zu sinken.
    Panik schieben in unsicheren Zeiten bringt nur Quote.

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  2. Nico Popp Beitragsautor

    Soweit ich den Börsenbrief kenne, schreibt er schon seit Jahren ähnliche Dinge. Panik in unsicheren Zeiten ist das nicht. Man muss RSR zugute halten, dass sich die Argumentation seit dem Stand von 8000 Punkten beim Dax nicht geändert hat.

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  3. Gluk

    Kann passieren, oder auch nicht. Den Goldanhängern muss man zu Gute halten, dass sie mit vielen Crash-Szenarien Recht hatten. Wer vor zwei Jahren erzählt hat, dass im Herbst 2008 weltweit alle, einschl. republikanische US-Regierung und die CDU-Kanzlerin, nicht vor großflächigen Bankverstaatlichungen zurückschrecken, der ist schlicht für Verrückt erklärt worden. Ebenso derjenige, der prophezeite, dass über Sicherheiten von Sparbüchern und der begrenzten Belastbarkeit von Einlagensicherungsfonds ernsthaft seitenweise in ernsthaften Publikationen wie der FAZ diskutiert wird.
    Warum also sollte man eine globale Hyperinflation momentan kategorisch ausschließen? Die Angst vor einer Deflationsspirale ist so groß, dass die Staaten/Zentralbanken wohl zumindest Raten von 30%-100% als Folge der Finanzspritzen klaglos akzeptieren würden. Das kann aber auch völlig aus dem Ruder laufen. Und wie gesagt, bevor die USA in eine Deflationsspirale rutschen, würde die FED wohl jedem US Bürger sogar Bargeld direkt in die Hand geben…..
    Nur eins ist auch klar, die reale Kaufkraft von Gold wird nicht so steigen, wie der Papiergeldpreis. Aber Werterhalt wäre ja heute auch schon was…..

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  4. M. Bittrich

    Das bringt Auflage, richtig, aber: Keine nicht durch Gold gedeckte Währung hat JEMALS in der Menschheitsgeschichte überlebt, das sind die Fakten. Ich halte 6000 auch für etwas übertrieben, mir schwebt eher ein Preis um 3500 vor. Nichtsdestotrotz kann die jetzige Geldmenge nicht weiter ständig in dubiosen Finanzvehikeln geparkt werden, eine Hyperinflation scheint daher – angeheizt durch die Rettungspakete – unausweichlich bzw. war vorprogrammiert.
    Parallel dazu interessant ist die Entwicklung von anderen Rohstoffen. Uran ist im Gegensatz zu Gold wirklich knapp und etliche Atomkraftwerke stehen (mal wieder nur außerdeutsch natürlich) in der Pipeline.
    Darüber hinaus sollten die USA das größte Windkraftland werden usw. usf. Jedes (halbe) Jahr wird wieder eine neue Sau durchs Dorf getrieben – garantiert! (“Stahl ist beliebt-Molybdän kaufen!” “Mehr Rentner im Schwimmbad-Chlor kaufen!” usw. 😛 )

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  5. Nico Popp Beitragsautor

    Klar, wenn man neue Rekordmarken prognostizieren muss, klingt das immer nach Bernd Förtschs legendärem “Dausend-Kursziel”. In Wirklichkeit geht es hier doch nicht um einen Goldpreis bei 6000 Dollar oder 3500 Dollar, sondern um eine außergewöhnliche Situation, wie sie die Welt bisher erst einmal erlebt hat. Die Gefahr starker Inflationstendenzen (ich lehne mich bewusst nicht so weit aus dem Fenster) ist momentan sehr hoch, da sind Irrationalitäten der Märkte vorprogrammiert.

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  6. M. Bittrich

    Ob das irrational oder nicht doch höchst nüchtern zu betrachten ist?

    “Auch Deutschland kommt trotz seiner enormen Wirtschaftskraft an natürliche Grenzen: Die Bilanzsumme deutscher Banken ist gut dreimal so hoch wie das Bruttoinlandsprodukt und damit mehr als 15-mal so viel wie das Rettungspaket der Bundesregierung. Staatsanleihen gelten nur so lange als sicher, solange Staaten noch die Zinsen bedienen und die Fiktion nähren können, sie würden die Schulden irgendwann zurückzahlen.”

    Es bleibt allerdings die Hoffnung, dass der Staat dermaßen in die Knie geht, dass er für (..) wie Feinstaubverordnung & Co keine Zeit mehr hat. 🙂

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  8. Melanie Kempner

    Die Argumente für eine Hyperinflation bis 2013 sind einfach erdrückend. Das hat mit Panikmache nichts zu tun.

    Ähnliches kann man auch bei:

    “das-bewegt-die-welt.de”

    lesen.
    Hier wird das Szenario auch mit sehr guten Argumenten, knallharten Fakte einfach erklärt!

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  9. Juergen

    kompletter Quatsch

    Hyperinflation wird es nicht geben.
    Natürlich werden die Währungen gegenüber Gold erstmal steigen – genau bis zu dem Punkt ab dem den Goldbesitzern die legalen Währungen ausgehen, und sie zurücktauschen müssen.
    Und genau dieser Punkt kommt sobald die Renten immer schmaler werden.
    Glaubt mir.. ab diesen Moment ist sehr schnell wieder Schluss mit angeblicher Inflation und man ist froh, wenn die Amis wieder Carepakete über Deutsche Städte abwerfen.
    DIe USA ist evt schlechter aufgestellt als viele Schwellenländer – aber eindeutig besser als D.
    In allen Schwellenländern träumen die Menschen erstmal von US$s.

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  10. M. Bittrich

    Welches Interesse hat Norbert Walter dann, die Lage als noch deutlich katastrophaler zu bezeichnen als es regierungsbeeinflusste Stellen tun? Und in den Sommermonaten hat sich noch nie eine Wirtschaftslage erholt oder beschleunigt, der massive Abschwung ist im vollsten Gange.
    Jeder Drittklässler kann sich auch ausmalen, dass sich ein so kompliziertes und riesiges Gebilde wie die lokale, deutsche und erst recht Weltwirtschaft nur über Jahre und mit massivster Förderung wieder in Schwung bringen lässt. Das ist nicht mehr ökonomisch, das ist physikalisch zu sehen.
    Politschwätzer nützen hier rein gar nichts (man denke an das verzweifelte Gelispel einer Dr. Merkel oder das scheintote “Ruck durch Deutschland gehen” von Prof. Herzog!), da muss Geld her. Der Konsument muss zum Kaufen reanimiert werden und auch das geht nur über spürbare monetäre Anreize, von Konsumscheck bis Lohn. Hubschrauberprinzip Geld. Hohe Inflation. Fertig ist das Szenario.

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  11. M. Bittrich

    Fantastisch … 😉

    Hanke Hyperinflation Index for Zimbabwe (HHIZ) Date Index Monthly Inflation Rate Annual Inflation Rate
    5-Jan-07 1.00 13.70%
    2-Feb-07 1.78 77.60%
    2-Mar-07 3.14 76.70%
    5-Apr-07 6.90 56.20%
    4-May-07 6.75 -2.15%
    1-Jun-07 20.70 207.00%
    6-Jul-07 53.00 60.40%
    3-Aug-07 49.10 -7.29%
    7-Sep-07 82.50 70.60%
    5-Oct-07 219.00 165.00%
    2-Nov-07 642.00 193.00%
    28-Dec-07 2,010.00 61.50% 215,000%
    25-Jan-08 2,250.00 11.80%
    29-Feb-08 8,260.00 259.00%
    28-Mar-08 17,700.00 115.00%
    25-Apr-08 57,100.00 222.00%
    30-May-08 442,000.00 498.00%
    26-Jun-08 23,600,000.00 5,250.00% 41,400,000%
    4-Jul-08 49,200,000.00 3,740.00% 93,000,000%
    11-Jul-08 81,800,000.00 2,080.00% 167,000,000%
    18-Jul-08 122,000,000.00 1,030.00% 250,000,000%
    25-Jul-08 157,000,000.00 566.00% 317,000,000%
    29-Aug-08 6,330,000,000.00 3,190.00% 9,690,000,000%
    26-Sep-08 794,000,000,000.00 12,400.00% 471,000,000,000%
    3-Oct-08 3,570,000,000,000.00 15,400.00% 1,630,000,000,000%
    10-Oct-08 32,300,000,000,000.00 45,900.00% 11,600,000,000,000%
    17-Oct-08 1,070,000,000,000,000.00 493,000.00% 300,000,000,000,000%
    24-Oct-08 124,000,000,000,000,000.00 15,600,000.00% 26,100,000,000,000,000%
    31-Oct-08 24,600,000,000,000,000,000.00 690,000,000.00% 3,840,000,000,000,000,000%
    7-Nov-08 4,890,000,000,000,000,000,000.00 15,200,000,000.00% 593,000,000,000,000,000,000%
    14-Nov-08 853,000,000,000,000,000,000,000.00 79,600,000,000.00% 89,700,000,000,000,000,000,000%

    Sources: Imara Asset Management Zimbabwe and author’s calculations.

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  12. Nico Popp Beitragsautor

    Nun sprechen ja auch erstmals deutsche Politiker von der Inflationsgefahr:
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,609233,00.html

    Ich war schon immer der Meinung, dass wir versuchen, das Feuer mit Benzin zu löschen und glaube auch an einen weiter steigenden Goldpreis. Bekommen wir wirklich die zweistelligen Inflationsraten, ist Gold für jedes Depot wichtig. Die 1000-Dollar-Marke werden wir dann bestimmt deutlich hinter uns lassen.

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  13. M. Bittrich

    Wovon reden die eigentlich alle? Anziehen? Nach Massenentlassungen technische Gegenreaktion oder wie?
    “”Wenn die Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte weltweit anzieht, werden auch die Energiepreise steigen”, sagte Straubhaar der Ulmer “Südwest Presse”.

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  14. Juergen

    Ich denke, dass D. dann mit einer Art Grundeinkommen notbeatmet werden wird.
    Das Geschäft mit der (Masse) Demographie (= 6 Millarden weltweit) wird immer interessanter sein als das Geschäft mit der Altersgesellschaft und schwindender Bevölkerung.
    Und funktionierende innere Geldkreiläufe wird es in D. nicht geben, weil der Wettbewerb innerhalb der Gemeinschaftssysteme ruinös ist
    2012 wird es einfach eine globale Währung geben, und die Sterberate in der EU exponentiell ansteigen.
    Dann nähern sich die jetzt 70 Jährigen der Aufbaugeneration der durchschnittlichen Sterberate in der EU.
    Knackpunkt sind die Lebensmittelpreise – aber die werden einfach den Renten angepasst.

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  15. M. Bittrich

    “weil der Wettbewerb innerhalb der Gemeinschaftssysteme ruinös ist”
    Ich als Freund der Regionalwirtschaft darf daran erinnern, dass Europa durch die gesunde Konkurrenz der Staaten groß geworden ist – und garantiert nicht durch ein “neues Russland” mit einem Moskau namens Brüssel mittendrin.

    Mich würde aber mal interessieren, was passieren würde, wenn man Lafontaines Vorstellungen von halbwegs harmonisierten Löhnen innerhalb der EU umsetzt. Ruin? Kuschelkurs? Hat da jemand Ideen zu?

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  16. klausbert

    Tja, nun ist das Kind in den Brunnen gefallen, bzw. es fliegt noch, aber der aufschlag wird hart werden.
    Alle haben es gewusst aber wenige haben etwas dagegen getan….
    Wem wird das alles am wenigsten tangieren?
    Diejenigen die entweder schon vor Jahren angefangen haben Ihr Leben so autark wie möglich zu gestalten und sich auf das wesentliche konzentriert haben.
    Das wäre z.B. Tierhaltung in kleinem Stil um sich selbst versorgen zu können.
    Das wäre z.B. SogarAnlage auf das Dach um unabhängig vom Energielieferanten zu werden.
    Das wäre z.B. Eigene Wasserversorgung bzw. Hauswasserwerk.
    Das wäre z.B. Eigener Anbau von Grundnahrungsmitteln zum Eigenverbrauch incl. Obstanbau und Verwertung.
    So nun wäre der Kreislauf für das lebensnotwendige geschlossen. Alles andere ist dann Luxus und schnöder Mammon auf den man auch verzichten kann, was einige Aktionäre und Geld Jongleure noch schmerzhaft erkennen werden.
    Natürlich gehöre ich selbst zu denjenigen die sich schon vor Jahren von den Banken losgesagt haben und mit Ihrem Zahlungsmittel selber Wirtschaften und keine Bank brauchen, wozu auch?
    In diesem Sinne alles gute, ich muss jetzt wieder zu meinen Tieren um mich auf die wesentlichen Dinge im Leben zu konzentrieren….. dem Leben… K.

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