Nur ein halber Crash? Industriemetalle und Explorer widerstehen der Panik

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Rohstoffe sind nicht gleich Rohstoffe: Während der Weltmarktpreis für Rohöl weiter sinkt und mittlerweile bei 52,30 US-Dollar pro Barrel notiert, haben Industriemetalle die Korrektur scheinbar beendet. Aluminium, Blei, Kupfer, Nickel, Zink und Zinn konnten im Vergleich zu ihren Vortagskursen kräftig zulegen. So schoss der Preis für Nickel um sieben Prozent nach oben. Zink verteuerte sich um fast sechs Prozent. Im Abwärtssog der Industriemetalle hatten in den vergangenen Tagen vor allem auch kleinere Explorer zu kämpfen: Aquila Resources brach am Mittwoch um fast zwanzig Prozent auf 1,12 Euro ein, um getrieben von einer Unternehmensmeldung gestern Höchstkurse um 1,65 Euro zu erreichen. Mittlerweile hat der Wert wieder nachgegeben. Nervös sind auch die Anleger von Globex Mining, Wolfden Resources oder Sabina Silver: Die Aktien dieser Unternehmen verloren im Zuge des Preisverfalls bei Rohstoffen teilweise deutlich an Wert – einige haben sich jedoch bereits wieder erholt.

So notiert Sabina Silver schon wieder im Bereich des Allzeithochs. Die turbulente Phase an den Rohstoffmärkten zeigt Anlegern wieder einmal das besondere Risiko von Investments in Rohstoff-Aktien: Im Vergleich zum zu Grunde liegenden Rohstoff sind Explorer-Aktien deutlich volatiler. Allein die Angst vor einem Crash kann zu panikartigen Ausverkäufen führen. Gerade in solchen Zeiten bietet ein langfristiger Anlagehorizont Vorteile. Wer die Spreu vom Weizen unterscheiden kann, kann nach panischen Verkaufswellen oftmals preiswert zugreifen. Nach der ersten Phase, in der alle Rohstoffe über einen Kamm geschoren werden, folgt die Phase des überlegten Einstiegs. Es scheint, als hätten sich Industriemetalle vorerst aus dem Strudel des sinkenden Ölpreises befreit.


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