Eine Erfolgsstory setzt sich fort: Biotechnologie-Unternehmen Intercell kooperiert mit Novartis

’’Unsere Strategie, als unabhängiges Unternehmen eine der innovativsten Produktpipelines in der Industrie, alleine und mit starken Partnern zu entwickeln und damit signifikanten Shareholder-Value zu schaffen wird mit der Partnerschaft fundamental verstärkt’’, sagte Intercell-Chef Gerd Zettlmeissl. Eben diese strategische Partnerschaft mit dem Schweizer Pharmariesen Novartis, welcher seine Intercell-Beteiligung von 6,1 auf 16,2 Prozent erhöht hat, sorgt für volle Kassen beim österreichischen Impfstoffhersteller.

In Summe erhält Intercell eine Sofortzahlung von 270 Millionen Euro sowie 120 Millionen Euro für die Einräumung von Lizenzzugang und Produktoptionen. Für den Erwerb neuer Aktien wurden 150 Millionen Euro ausbezahlt.

Die Sofortzahlung in Höhe von 270 Millionen Euro beschleunige die Dynamik für Intercells Antigen Identifikations Programm (AIP) sowie für Intercells Adjuvans IC31 signifikant und sichere die Position von Intercell, so das Unternehmen. Umsätze in mehrfacher Milliardenhöhe sollen aufgrund der gesamten zukünftigen Meilensteinzahlungen und Lizenzgebühren möglich werden und so dazu führen, dass das Unternehmen seine aggressiven Wachstumsziele erreichen kann.

Durch das Geschäft hat sich Novartis die Exklusivlizenz für den Einsatz von Intercells IC31-Adjuvans bei neuen Influenza-Impfstoffen gesichert. Während des Entwicklungszeitraums kann Intercell mit Meilensteinzahlungen von bis zu 100 Millionen Euro rechnen. Von einer hohen einstelligen Lizenzgebühr für jede weitere Lizenz für IC31 in von Novartis ausgewählten Produkten wird ausgegangen. An den Verkaufserlösen erhält Intercell eine signifikante zweistellig-prozentuale Beteiligung.

Das erste Intercell-Produkt, ein neuartiger Impfstoff gegen Japan-Enzephalitis (JEV), wird – obwohl für heuer geplant – erst Anfang 2008 auf den Markt kommen. Grund sei, dass die US-Arzneimittelbehörde FDA die schottischen JEV-Produktionsanlagen erst im August oder September begutachten kann und nicht schon vor dem Sommer. Ein grünes Licht durch die FDA ist Voraussetzung für die Marktzulassung des Impfstoffs.

Wie enorm das Marktpotenzial für das neue Produkt ist, zeigt sich, wenn man bedenkt, dass allein im Bereich der US-Armee jährlich zwischen 20 und 30 Millionen Euro Umsatz zu erwarten sein sollen. Das gesamte Marktpotenzial außer Japan wird auf 250 bis 350 Millionen Euro geschätzt. Gelinge eine Zusammenarbeit mit japanischen Partnern, könnten dazu noch weitere 50 bis 100 Millionen Euro hinzu kommen. Die Rendite für ein derart innovatives und stark nachgefragtes Mittel liege bei 70 Prozent, wobei die Entwicklungskosten im Vergleich mit 80 Millionen Euro außerordentlich gering waren.

Der Wert der Aktie hat sich nach dem Kurssprung wieder verringert und bietet Anlegern die Chance in eine Aktie mit erheblichem Kurspotential zu investieren. Novartis bezahlte für die neuen Aktien immerhin 31,25 Euro – circa 20 Prozent mehr als der aktuelle Kurs.

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