Trotz hoher Lagerbestände: “Wir kaufen den Ausbruch bei Rohöl”

Ausbruch aus der Seitwärtsbewegung: Ein Öl-Trade erscheint chancenreichWir vom Rohstoff-Trader hatten bereits versucht, Rohöl vor einigen Wochen zu handeln, wurden dann jedoch ausgestoppt, nachdem die Notierungen in einem Akt von Schwäche unter die Schwelle von 50 US-Dollar gefallen sind. Anschließend setzte eine Bodenbildung ein und der Markt konnte deutlich bis auf fast 60 US-Dollar ansteigen. Wir nehmen deswegen die Gelegenheit wahr und kaufen den jüngsten Ausbruch!

Obwohl die Lagerbestände bei Rohöl weiterhin auf Mehrjahreshochs notieren, konnte der Markt ansteigen und endlich aus seiner Handelsspanne ausbrechen. Wir hatten bereits in früheren Analysen erwähnt, dass die Ignoranz gegenüber negativen Nachrichten, wie beispielsweise den hohen Lagerbeständen, ein Zeichen von Stärke ist. Desweiteren sehen wir in der amerikanischen Wirtschaft einige Anzeichen der Besserung, wie beispielsweise die jüngst veröffentlichten Anträge auf Arbeitslosenhilfe. Diese sind aktuell wieder dabei zu fallen, was möglicherweise auf einen Hochpunkt der Anträge deutet und bereits in der Vergangenheit ein sehr guter Indikator für eine bevorstehende Erholung der Wirtschaft binnen der kommenden vier bis acht Wochen war.

Außerdem ist in den USA der Stresstest der größten 19 Banken sehr gut verlaufen und obwohl es einige Kritik an der amerikanischen Notenbank gibt, wonach in einigen Punkten zu großzügig mit den Banken umgegangen worden sei, nimmt der Markt den Test für bare Münze und dankte den Notenbankern und dem amerikanischen Finanzministerium den Test mit einem deutlichen Anstieg des Aktienmarktes sowie des Ölpreises. In Europa hat die Europäische Zentralbank (EZB) mittlerweile auch damit angefangen, wenig riskante Unternehmensanleihen aufzukaufen, um dadurch mehr Gelder in den Markt zu pumpen sowie die Zinsen zu drücken. Dies wurde von den Währungshändlern ebenfalls als positiv angesehen und könnte dazu führen, dass die EU besser aus der Krise hervorkommt als bisher angenommen.

Zusammengefasst bieten die globalen Hilfsprogramme der Staaten eine Menge an Potential für viele Volkswirtschaften, was der Ölmarkt in der Regel zuerst zu spüren bekommt. Die generelle Tendenz, wieder positiver in die Zukunft zu blicken und zudem die Bereitschaft der Marktteilnehmer wieder Risiken zu übernehmen, kommt dem Ölmarkt zu Gute. Aus all diesen Gründen gehen wir bei Rohöl long.

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