Die Liquidität entscheidet: Devisenhandel oder der Handel nach Wahrscheinlichkeiten

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Wochenchart USD/CADGibt es die Möglichkeit, die Wahrscheinlichkeit auf einen ertragreichen Trade bei der Auswahl der Trades zu erhöhen? Die Antwort lautet unmissverständlich: Ja! In meinen Augen ist die technische Analyse die einzige Möglichkeit, effizient und vor allen Dingen langfristig erfolgreich zu traden. Der Devisenmarkt eignet sich dazu, wie kein zweiter. Ein wichtiges Kriterium für die Qualität der Analysen auf Basis der technischen Analyse (auch Charttechnik genannt), liegt ganz klar in der Liquidität des Marktes und der damit einhergehenden Menge an Marktteilnehmern. Denn proportional mit der Menge der Marktteilnehmer und der damit ansteigenden Liquidität eines Marktes, nimmt die Möglichkeit ab, dass einzelne Marktteilnehmer den Markt durch eigene Interessen manipulieren oder beeinflussen können. Und das ist im Devisenhandel zweifelsohne so. Das täglich gehandelte Volumen entspricht in etwa dem 100-fachen Handelsvolumen der Wallstreet. Und das täglich!

Am Beispiel des beiliegenden Wochencharts USD/CAD möchte ich aufzeigen, wie wir im Devisenhandel mit Hilfe der technischen Analyse die Wahrscheinlichkeit auf einen guten Trade für uns signifikant erhöhen können. Der Chart zeigt deutlich auf, dass die Marke 1.3000 in den vergangen 6 Monaten bereits vier mal nicht nachhaltig überschritten werden konnte. Wenn man bis 2004 zurück geht, dann ist es insgesamt sechs mal nicht gelungen. Wir haben hier also einen Widerstand. Jede Kerze entspricht dem Kursverlauf einer Woche und die 1.3000 entsprachen hier im Chart jeweils dem Wochenhoch. Die Wertigkeit einer solchen Aussage ist in Abhängigkeit des Zeitintervalls zu betrachten. Ein Widerstand im Stundenchart hat einen höheren Wert als im 15-Minutenchart. Ein Tageshoch ist weniger Wert als ein Wochenhoch. Im vorliegenden Chart befindet sich der Widerstand dann auch noch zusätzlich an einer psychologisch wichtigen Marke, der 1.3000. Die Wahrscheinlichkeit einer signifikanten Kursveränderung an einer Kursmarke steigt mit der Summe und Qualität der eben angeführten Argumente. Die Argumente im vorliegenden Chart lauteten am 14.03.2009:

  • dreifach getesteter Widerstand im Wochenchart
  • dreifach getesteter Widerstand im Tageschart
  • wenn man bis 2004 zurück geht, dann wurde der Widertand gar sechs mal getestet
  • psychologisch wichtige Marke 1.3000

Die Vorgehensweise an einer solchen Marke ist jetzt recht einfach. Es ist übrigens nicht wichtig zu wissen, in welche Richtung der Kurs geht. Wie wir gesehen haben, reagiert der Kurs massiv auf den Widerstand. Er lief jeweils zwischen 850 und 1.560 Pips zurück. Das entspricht einem Kursgewinn von bis zu 10.000 Euro selbst einer Kontogröße von 15k, ohne dass man dazu nennenswerte Risiken eingehen musste. Das Risiko beträgt hier 250 Euro je Versuch. Wir können in Erwartung einer solchen Kursbewegung völlig frei von Verlustängsten zwei, drei oder gar vier Versuche unternehmen, um auf den Zug aufzuspringen. Es kommt einzig darauf an, dass wir es versuchen!


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