MMC Energy profitiert von der Hitzewelle in den USA: Gehen bald wieder die Lichter aus?

Im August des Jahres 2003 brach an der Ostküste der USA das gesamte Stromnetz für Tage zusammen. Gründe hierfür war einerseits die große Hitzewelle die das Land erreicht hatte und der damit verbundene hohe Stromverbrauch durch Klimanlagen. Zudem ist die gesamte Strom-Infrastruktur in den USA nur von mäßiger Qualität: Zahlreiche kleine Anbieter und harter Wettbewerb verhindern viele nötige Investitionen. In diesem Jahr werden die Vereinigten Staaten erneut von großer Hitze heimgesucht – Kraftwerksbetreiber melden erste Probleme. Einer dieser Kraftwerksbetreiber ist MMC Energy. Das Unternehmen hat es sich zum Ziel gesetzt, preiswert Kraftwerke und Infrastruktur zu akquirieren und vor allem in Kalifornien, Texas und an der Atlantikküste zu investieren. In den letzten Monaten hat das Unternehmen kontinuierlich News veröffentlicht: Die Gesamtkapazität von MMC Energy wurde durch Neuakquisitionen und Reaktivierungen von Kraftwerken stetig erhöht. MMC Energy ist also zur richtigen Zeit an den richtigen Orten und könnte unmittelbar von der Hitzewelle profitieren. Zudem wurde mit George Rountree ein Branchenkenner in den Vorstand berufen. Rountree war als Rechtsberater in der Politik tätig und ist zudem Mitglied und auch Vorsitzender zahlreicher Verbände und Interessengruppen. Rountree könnte für MMC Energy also als “Türöffner” fungieren und seine guten Beziehungen für das Unternehmen nutzen. Die Geschichte rund um MMC Energy klingt vielversprechend – bei stabiler und fester Nachfrage sollten sich Investitionen auszahlen. Ein kontinuierlicher Newsflow, Neuakquisitionen und eine bedeutende Personalentscheidung waren in der Vergangenheit oft Voraussetzung für eine positive Kursentwicklung. Da MMC Energy zudem erst seit kurzem in Frankfurt gelistet ist, kann man davon ausgehen, dass die Aktie noch am Anfang steht. Außerdem sollen bereits erste Börsenbriefe auf MMC aufmerksam geworden sein. Da hohe Kursschwankungen nicht ausgeschlossen werden können, erscheint ein defensiver Einstieg in MMC Energy ratsam.

2 thoughts on “MMC Energy profitiert von der Hitzewelle in den USA: Gehen bald wieder die Lichter aus?

  1. Ronny

    Die Frage ist doch, ob sie die Investitionen in das Energienetz in Zukunft auch in Einnahmen ummünzen können. Grundsätzlich gehe ich ja davon aus, daß die meisten US-Bürger schon ans Stromnetz angeschlossen sind. Das heißt, wie macht man mit den Investitionen zusätzliche Gewinne? Da die Haushalte ja nur einmal angeschlossen werden, hat MMC wenig Einfluß auf die tatsächliche Versorgungsqualität. Es wird als auch mit neuen Investitionen nicht einfacher, in dieser Branche neue Kunden zu gewinnen. Oder spekuliert ihr darauf, daß die anderen Kraftwerksbetreiber ihre Leistung wegen der Hitze drosseln müssen und daß dann MMC den benötigten Strom liefern kann?

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  2. Nico Popp

    Genau so sehe ich das! Das Netz bricht ja zusammen, weil der Stromverbrauch so hoch ist. Durch höhere Kapazitäten, die MMC Energy ja mittlerweile hat, kann das Unternehmen mehr Strom absetzen. Zudem sichern Investitionen in die Infrastruktur den Strom-Absatz. Wenn bei der Konkurrenz alles zusammenbricht, fließt bei MMC Strom. Durch die Strategie Investitionen preiswert zu tätigen und auf Schnäppchen zu warten, wird zusätzlich ein Mehrwert für MMC realisiert. Wenn die hohe Nachfrage bedient werden kann, wird erst ersichtlich werden, wieviel diese Kraftwerke verdienen können und somit wert sind.

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