“Lassen Sie Fakten sprechen”: Anleger, Quartalszahlen und die Pessimisten

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In der vergangenen Woche setzten Aktien weltweit – wenn auch etwas zaghaft – ihren Aufschwung fort. Der deutsche Leitindex Dax verabschiedete sich über 6200 Punkten aus der Woche, der Dow Jones knapp über der Marke von 12.000 Punkten. Während in den USA die Quartalszahlen-Saison bereits in vollem Gange ist, präsentieren nun auch die meisten deutschen Unternehmen Zahlen. Zwar werden fast durchweg positive Meldungen aus den Vorstandsetagen erwartet, jedoch sollten Anleger den Blick in den Börsenkalender nicht scheuen und die veröffentlichten Zahlen zeitnah interpretieren. Der Vorteil: Eigene Eindrücke sind meist objektiver als die Folgerungen von Journalisten oder auch Analysten.

Während eines späteren Vergleichs der eigenen Meinung mit den Interpretationen der Profis sind die Sinne geschärft und die Gefahr ist deutlich geringer, lediglich stur die Meinung der Masse zu übernehmen. Gerade in Zeiten, in denen die Angst vor einer schwächelnden Konjunktur um sich greift und “weiche” Argumente zur Begründung dieser Sorgen herangezogen werden, bieten Zahlen die nötige Klarheit. Kann die Prognose für das Gesamtjahr beibehalten werden? Wie schloss das Unternehmen das vergleichbare Quartal des Vorjahres ab? Gibt es verzerrende Sondereffekte? Bereits einige wenige Fragen können Ergebnisse liefern, die der ganzen Wahrheit sehr nahe kommen und vor allem eines sind: Einfach und klar.

Kann ein Unternehmen die Prognosen bestätigen oder sogar übertreffen, spricht nichts für fallende Kurse – auch wenn Crash-Propheten an dieser Stelle laut “Aber” rufen. Diese Pessimisten können zwar meist zahlreiche vage Einflussfaktoren auf die zukünftige Wirtschaftsentwicklung aufzählen, doch erst fallende Kurse und schlechte Prognosen sprechen für das Ende einer Hausse. Momentan sehen wir steigende Kurse und allenfalls leiseste Zweifel an der weiteren Entwicklung der Konjunktur, welche in den vergangenen Tagen noch deutlich leiser geworden sind: Immer mehr Beobachter sprechen bezüglich der US-Wirtschaft von einer “Punktlandung”. Inflation gebannt, Zinsschritte obsolet. Es kann also investiert werden.


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