Neuer CEO, neuer Schwung? Rochester Resources möchte mehr produzieren

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Die Redaktion des Börsenbriefs Rohstoffraketen hält Rochester Resources für einen der “billigsten angehenden Gold- und Silber-Produzenten auf dem Kurszettel”. Die Entwicklung des Aktienkurses innerhalb der vergangenen Monate sorgt auf den ersten Blick zwar für Beunruhigung, doch soll sich die Ursache für den jüngsten Kursverfall nun erledigt haben: Nach Informationen von Rohstoffraketen ist die negative Entwicklung bei der Aktie von Rochester Resources auf interne Querelen zurückzuführen, die mit dem Sturz des ehemaligen CEO Doug Good beendet sein sollten. Good hatte einem Hedge Fonds bei einer Finanzierung 700.000 Aktien zu 2,50 kanadischen Dollar (CAD) zugesagt, obwohl die Aktien eigentlich an eine kanadische Investment-Bank gehen sollten.

Die Bank witterte hinter dieser Zuteilung den Versuch von ehemaligem CEO und Hedge Fonds, Rochester frühzeitig von der Börse zu nehmen. Nach einigem Hin und Her in den vergangenen Monaten wurde Good schließlich durch Alfredo Parra, vorher Leiter des operativen Geschäfts in Mexiko und maßgeblich an der Entwicklung der Mina-Real-Liegenschaft beteiligt, ersetzt. Parra genießt das Vertrauen beider Großaktionäre und es ist anzunehmen, dass diese nach den Unstimmigkeiten der vergangenen Monate wieder am Markt aktiv werden. Da die fundamentalen Rahmenbedingungen nach wie vor vielversprechend seien, eröffneten sich für Anleger daher eine gute Kaufgelegenheit, so Rohstoffraketen.

Die bereits erwähnte Mina-Real-Liegenschaft liegt im mexikanischen Bundesstaat Nayarit und befindet sich im südlichen Teil der als rohstoffreich bekannten Sierra Madre. Bis heute hat Rochester Resources Gold- und Silber-Adern mit einer Gesamtlänge von mehr als sechs Kilometern entdeckt. Teilweise waren die Adern bei Breiten zwischen 35 Zentimeter und 2,90 Meter deutlich über 200 Meter lang. Auch hat das Unternehmen bereits Stollen mit einer Gesamtlänge von 2,5 Kilometer errichtet. Für die kürzlich begonnene Testproduktion entnommene Gesteinsproben enthielten durchschnittlich 12,1 Gramm Gold pro Tonne sowie 209 Gramm Silber. Diese Werte liegen nach Angaben des Börsenbriefs Rohstoffraketen “satte 48 Prozent höher als die Gehalte, welche man noch im Jahr 2005 feststellen konnte”.

Die oben erwähnte Testproduktion wurde mit einer Verarbeitungskapazität von 200 Tonnen Gestein pro Tag durchgeführt. Rohstoffraketen stellt hierfür ein konservatives Szenario auf: Bei Goldpreisen von 600 Dollar und Silberpreisen von 12 Dollar kann Rochester Resources bei einer Verarbeitungskapazität von 200 Tonnen pro Tag bereits einen Vorsteuergewinn von geschätzten 11,40 Millionen CAD erzielen – aktuell ist die Gesellschaft mit 62 Millionen CAD bewertet.

Der Börsenbrief geht davon aus, dass Rochester die Verarbeitungskapazität für “Mina Real” bis Ende 2007 auf 250 oder sogar 300 Tonnen täglich steigern kann. Diese Überlegungen basieren auf den – nach Einschätzung von Rohstoffraketen realistischen – Planungen des Managements. Hier könnte Rochester bereits einen Vorsteuergewinn von 17,10 Millionen CAD einstreichen. Der Cash Flow einer Produktion von 250 Tonnen Gestein pro Tag könnte Rochester Resources leicht in die Lage versetzen, die Verarbeitungskapazitäten sogar auf 600 oder gar 900 Tonnen auszuweiten.

Im Gegensatz zu anderen Explorern verfügt Rochester nicht über klassische NI 43-101 konforme Ressourcen-Gutachten. Alle Kräfte waren bisher darauf ausgerichtet, die Produktion aufzubauen und Cash Flow zu generieren. Lediglich aus dem Stollenbau sind die Gehalte von 12 Gramm Gold pro Tonne und 200 Gramm Silber pro Tonne bekannt. Auf Druck einiger Aktionäre soll nun aber doch noch eine NI 43-101 konforme Ressource definiert werden.

In diesem Umstand liegt laut Rohstoffraketen die einzige Gefahr: Bis jetzt ist noch nicht endgültig bekannt, wie leistungsfähig die Mine im nächsten Jahr betrieben werden kann. Man könne jedoch davon ausgehen, dass die beiden Großaktionäre, die kanadische Investment-Bank Canaccord und der Hedge Fonds Burlingame Asset Management aus San Francisco, die Mine vor Ort besichtigt haben und dass somit Grade, Machbarkeit und Minenlaufzeit auf soliden Grundlagen basieren.

Der Börsenbrief Rohstoffraketen sieht im Umstand, dass die Öffentlichkeit durch die fehlenden NI 43-101 Gutachten noch nicht auf Rochester Resources aufmerksam wurde, eine “außergewöhnliche Chance” und geht davon aus, dass das bisherige Korrekturtief um 1,10 Euro nicht mehr unterschritten wird. Nach oben sehen die Experten ein “leichtes Verdopplungspotenzial auf Sicht von 12-18 Monaten”.


2 Gedanken zu „Neuer CEO, neuer Schwung? Rochester Resources möchte mehr produzieren

  1. Nico Popp Beitragsautor

    Hier ein Artikel zum Thema:
    https://aktien-blog.com/goldpreisentwicklung-wie-entwickeln-sich-minenaktien-zum-goldpreis.html

    Ich denke einfach, dass Explorer auf Änderungen beim Goldpreis deswegen momentan nicht reagieren, weil gerade Explorer vom Kapitalmarkt abhängig sind und im Boden befindliche Vorkommen erst durch Investitionen förderbar gemacht werden können. Ist die Finanzierung nicht gesichert, schlägt hier der Pessimismus des Gesamtmarkts durch.

    Der viel zitierte Hebel bei Explorationsgesellschaften kommt erst dann zum Tragen, wenn sämtliche Rahmenbedingungen des Projekts geklärt sind und Gold bzw. Silber entsprechend steigt. Insofern könnte sich die Strategie von Rochester, auch ohne Ressourcenschätzung schnell die Produktion anzustreben, noch auszahlen. Werden Fakten zur Rentabilität eines Projekts bekannt und schwinden Ungereimtheiten, sollte Rochester auch steigen. Bis dahin muss man aber wohl noch etwas Geduld aufbringen und die Volatilität der Aktie ertragen.

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