„Die Idioten haben keine Ahnung“: Für Rogers geht die Rohstoff-Rallye weiter

Laut einem Artikel der Financial Times Deutschland (FTD) sieht „Rohstoffguru“ Jim Rogers in den aktuellen Kursverlusten an den internationalen Rohstoffmärkten lediglich eine Korrektur. Entgegen der Meinung zahlreicher kritischer Stimmen von Anlageberatern und Analysten, gehe die „Rohstoffparty“ weiter, so Rogers. Als Gründe führt der Rohstoff-Pionier, der bereits Ende der 1990er Jahre einen eigenen Index für Rohstoffe ins Leben rief, das noch immer intakte Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage an. Schwellenländer wie Indien oder China trieben durch ihr hohes Wirtschaftswachstum die Nachfrage nach Rohstoffen. Rogers bleibt seiner Linie treu. Bereits vor Jahren hat er für diese Anlageklasse einen langjährigen Bullenmarkt prognostiziert, Korrekturen jedoch nie ausgeschlossen. Der aktuelle Kursverlauf gibt Jim Rogers recht: Gold hat sich in den letzten Tagen bereits wieder erholt und notiert mit 589 Dollar wieder deutlich über Tiefstkursen dieses Jahres um 560 Dollar. Auch Rohöl hat den Sprung über die Sechzig-Dollar-Marke geschafft. Anleger, die noch nicht in „Commodities“ investiert sind und Rogers‘ Thesen Glauben schenken, sollten sich auch beim Einstieg an den „Meister der Rohstoffe“ halten und nicht Phasen der Übertreibung, sondern Korrekturphasen für Käufe nutzen.

2 Gedanken zu „„Die Idioten haben keine Ahnung“: Für Rogers geht die Rohstoff-Rallye weiter

  1. Stephan Diehn

    Es ist traurig das an begrenzten Rohstoffen weiter festgehalten wird.
    Lediglich für kurzfristige Spekulationen darstellbar.
    Mittel-Langfristig wird der Markt für regenerative Energien (Ethanol/Pflanzenöl) stark wachsen – weltweit!
    Die Vorteile liegen auf der Hand: günstig – sauber – unabhägig.
    Brasilien + USA + Schweden sind die Vorreiter.
    Manko – die jetzigen Markt Führer im Rohölbreich haben diesen jungen Markt nicht unter Kontrolle
    – daher folgt negativ Presse.
    Der Kurs von Südzucker / crop energies (Ethanol/E85) zeigt uns den richtigen Weg.
    Bitte erst nachdenken und dann investieren.

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  2. Nico Popp

    Ich habe nicht das Gefühl, dass an begrenzten Rohstoffen weiter festgehalten wird. Vielmehr werden diese Stück für Stück durch regenerative Energien, wie z.B. Mais oder Zucker bei der Ethanolproduktion als Ersatz für Treibstoffe auf Rohölbasis, ersetzt.

    Dieser Prozess geht nicht von heute auf morgen, andere Länder sind zwar weiter als wir, jedoch ist der Weg auch bei uns weitgehend sicher. Brasilien hat einfach früher auf Ethanol gesetzt, deswegen sind dort nun die Kapazitäten vorhanden, herkömmlichen Kraftstoff zu 50 Prozent mit Ethanol zu strecken.

    Bei uns kommt es in einigen Jahren sicherlich auch so weit – Rohöl kann dann sinnvoller eingesetzt werden, beispielsweise für die Herstellung von Kunststoffen. Bis es weltweit so ist wie schon heute in Brasilien, wird sich die junge Ethanol-Branche konzentriert haben und einige Ölmultis bestimmen dann sicherlich auch mit. Noch ist bei Ethanol ja noch einiges unsicher. Das verwendete Saatgut kann bestimmt noch verbessert werden (Gentechnik) und auch bei der Produktion des Ethanols gibt es sicherlich noch einiges zu verbessern.

    Ich sehe Ethanol zwar als zukunftsträchtig, aber eher langfristig. Aktuell sind vielleicht Ethanol-Raffinerien interessant. Rohstoffe wie Mais und Zucker sind sehr volatil und gedeihen ja in den letzten Jahren eher prächtig…da das Nadelöhr die Verarbeitungskapazitäten sind, sehe ich eher von direkten Investments in Ethanol-Grundstoffe ab.

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