Konzentration unter Automobilzulieferern: Schuler wächst und schießt auf neue Hochs

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Der Wirtschaftsaufschwung in Deutschland wird vor allem von kleineren Unternehmen getragen. Insbesondere der Maschinenbau gilt seit Jahren als Vorzeigebranche. Automobilzulieferer hatten dagegen in den vergangenen Jahren unter sinkenden Absatzzahlen ihrer Kunden sowie Rabattschlachten zu leiden. Mit Fortschreiten des Aufschwungs können auch Automobilzulieferer wieder auf bessere Zeiten hoffen. Die Aktie von Schuler zeigt, dass der Markt einiges Potential im schwäbischen Spezialisten für Metallverarbeitung, der so genannten Umformtechnik, sieht. Gestern schoss das Papier auf ein neues Fünf-Jahres-Hoch.

Schuler stellt in erster Linie Maschinen zur Formung von Karosserieteilen her, ist aber auch in den Bereichen Schweißtechnik und Münzprägung tätig. Im April gelang es dem Unternehmen, den bisher größten Konkurrenten in Deutschland zu übernehmen: Mit dem Kauf von Müller Weingarten wächst Schuler schlagartig und erreicht bei einem Jahresumsatz von mehr als 900 Millionen Euro einen Weltmarktanteil von rund 35 Prozent. Damit erreicht das Unternehmen eine derart große Marktmacht, um auch international bestehen zu können und vom Aufschwung der Automobilbranche zu profitieren.

Die Übernahme von Müller Weingarten sollte sich schnell bezahlt machen. Schuler verliert so einen bedeutenden Konkurrenten und kann international zu den Mitbewerbern aufschließen. Tatsächlich ist Schuler mit 157 Millionen Euro deutlich geringer bewertet als die Konkurrenz. Auch an der Börse ist die Erwartungshaltung groß: Seit Wochen klettert die Aktie unaufhaltsam und hat mit Überwindung des bisherigen Fünf-Jahres-Hochs gestern auch charttechnisch alle Voraussetzungen für eine Neubewertung geschaffen.


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