Trotz Konjunktur-Sorgen: Premiere und Singulus stemmen sich gegen den Trend

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Sorgen über die weitere Entwicklung der Konjunktur in den USA belasteten heute auch deutsche Standardwerte. Die größten Verlierer im Dax sind Infineon und SAP. Vor allem der Aktie des Walldorfer Softwarehauses machten negative Einschätzungen von Analysten zu schaffen. An der Spitze des Dax standen heute vor allem defensive Werte aus der Energie- oder Pharmabranche wie beispielsweise RWE, E.ON oder Bayer. Unterm Strich sorgen diese Titel für ein mageres Plus von 0,11 Prozent im Dax. Nebenwerte-Indizes gaben heute dagegen teilweise deutlich ab: Der stark an Solar-Werten orientierte TecDax sackt rund 4,5 Prozent ins Minus und auch der MDax verlor rund 2,7 Prozent. Lediglich einzelne Unternehmen aus der zweiten Reihe konnten heute überraschen.

Premiere vermeldete den Einstieg des Medien-Moguls Rupert Murdoch und heizt so die seit Monaten schwelenden Übernahmegerüchte weiter an. Insgesamt hält Murdoch jetzt rund 15 Prozent der Premiere-Anteile – die Aktie ging mit einem Plus von knapp 20 Prozent aus dem Xetra-Handel. Singulus-Aktien verteuerten sich heute sogar um fast 25 Prozent. Der im TecDax notierte Spezialmaschinenhersteller profitiert von der Entscheidung des Hollywood-Filmstudios Warner Bros., künftig auf die Blue-Ray-Disk als Nachfolgeformat der DVD setzen zu wollen. Beide Aktien, sowohl Singulus als auch Premiere, machen den Anlegern nach Monaten fallender Kurse nun wieder Hoffnung. Auch aus charttechnischer Sicht haben beide Aktien einen ersten Schritt aus dem Abwärtstrend geschafft. Die nächsten Tage werden zeigen, ob sich Singulus und Premiere auf dem aktuellen Niveau halten können.


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