Ausblick für 2007 und 2008 revidiert: Thompson Creek Metals vermeldet Quartalsergebnisse

Molybdän-Produzent Thompson Creek Metals notierte noch vor drei Tagen um 18,50 Euro auf Rekord-Kurs und ist aktuell auf 16,10 Euro eingebrochen. Der Grund liegt im Ergebnis des dritten Quartals: Das Unternehmen revidierte den Ausblick für 2007 und 2008 und kündigte im Gegenzug eine Ausweitung der Produktion in 2009 an. Insgesamt wurden im dritten Quartal pro voll verwässerter Aktie 0,18 US-Dollar (USD) Gewinn erzielt. Im vorigen Quartal konnte das Unternehmen 0,45 USD pro Anteilsschein verbuchen. Begründet wird der Gewinnrückgang mit Steuerzahlungen und der Ausschüttung von Mitarbeiterboni. Dennoch verkündete Thompson Creek den Aktionären nicht nur negative Nachrichten: Die Machbarkeitsstudie zum Ausbau der Endako-Mine sieht eine Ausweitung der Produktion vor.

Nach zuvor 11,2 Millionen Pfund soll Endako ab 2010 rund 16 Millionen Pfund Molybdän produzieren. Die Ausgaben von 373 Millionen kanadischen Dollar (CAD) sollen nach drei Jahren wieder eingespielt sein. Ebenso sollen die langfristigen Durchschnittskosten durch den Ausbau um 2 CAD pro Pfund sinken. Mit einem kalkulierten langfristigen Molybdän-Preis von 14 USD bietet das Minenkonzept zudem Raum für positive Überraschungen.

Im vergangenen Quartal konnte Thompson Creek Preise im Bereich von 32,05 USD pro Pfund erzielen und verkaufte somit deutlich teurer als noch im zweiten Quartal (29,59 USD) und im erste Quartal (25,57 USD) dieses Jahres. Die gestiegenen Molybdän-Preise dürften auch dazu geführt haben, dass das Unternehmen im dritten Quartal überhaupt Kredite tilgen konnte. 17,3 Millionen USD wurden zurückgezahlt, 252,8 Millionen USD stehen noch aus. Die Barmittel beliefen sich Ende des dritten Quartals auf 96,4 Millionen USD.

Die Börse feiert das Quartalsergebnis von Thompson Creek bisher nicht, allerdings waren die schlechteren Ergebnisse abzusehen. Bereits im letzten Quartalsbericht kündigte das Unternehmen an, bis zum vierten Quartal 2007 niedergradiges Gestein abtragen und verarbeiten zu müssen, um dann gegen Ende des Jahres mit neuen hochgradigen Gesteinsschichten die volle Produktionsleistung zu erreichen. Näheren Aufschluss können Anleger von einer Telefonkonferenz erwarten, die heute Nachmittag stattfinden wird.

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