Angebotsverknappung und Nachfragesteigerung: Uran eilt von Allzeithoch zu Allzeithoch


Am vergangenen Wochenende freuten sich nicht nur Spaziergänger und Sonnenanbeter, sondern auch Anhänger strahlender Investments kamen auf ihre Kosten. Zunächst wurde bekannt, dass sich der Weltmarktpreis für Uran von 85 Dollar auf 90 Dollar pro Pfund verteuert hat, später machte dann noch eine weitere interessante Meldung die Runde: Energy Resources of Australia muss eine ihrer Minen in Australien wegen eines Wassereinbruchs zeitweise schließen. Der damit verbundene Produktionsausfall beträgt mit geschätzten vier Millionen Pfund Uran ganze vier Prozent des weltweiten Angebots. Diese Nachricht ist Wasser auf die Mühlen der Uran-Investoren. Nachdem der gesamte Sektor nach den Kurskorrekturen der vergangenen Wochen gelitten hat, dringen nun wieder vermehrt die Fakten in den Vordergrund. Der Produktionsausfall von Energy Resources of Australia muss kompensiert werden, was zweifelsfrei zu weiter steigenden Uran-Preisen führen wird. Zwar muss das Unternehmen wegen einer unvorhergesehenen Naturkatastophe wohl nicht rücksichtslos jede Liefervereinbarung einhalten, doch werden die geschassten Kunden ihr Uran nun aus anderen Quellen beziehen müssen.

Experten betonen immer wieder, dass Uran als Brennstoff sehr rentabel ist und Kraftwerksbetreiber bereit seien, fast jeden Preis zu zahlen – schließlich kann man die Preissteigerungen an die Kunden weitergeben. Es scheint, als sei ein Uran-Preis jenseits der 100-Dollar-Marke nur noch reine Formsache. Neben der Angebotsverknappung durch den Wassereinbruch bei Energy Resources of Australia auf der einen Seite, scheint auf der anderen Seite die Nachfrage weiter zuzunehmen: Vergangene Woche kündigten die USA an, ihr Atomwaffenarsenal modernisieren zu wollen, zudem treten verstärkt Hedge-Fonds als Investoren auf. Uran ist knapp und gefragt wie nie – für Anleger eine reizvolle Situation.


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