Heap-Leaching-Verfahren in Namibia? West Australian Minerals plant Ausweitung des Marenica-Uran-Projekts

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Die Aktie von West Australian Metals eröffnete den heutigen Handel in Frankfurt mit einer Kurslücke. Der Grund dürfte in einer Meldung über die bevorstehende Ausweitung der Ressourcenschätzung für das Marenica-Uran-Projekt liegen. Marenica befindet sich in Namibia unweit nördlich der Uran-Projekte Trekkopje (Uramin) und Valencia (Forsys Metals) sowie Rio Tintos Rössing-Mine. West Australian Minerals ist zu achzig Prozent an der Liegenschaft beteiligt. Bisher war man bei der australischen Gesellschaft für Marenica lediglich von 16 Millionen Pfund Uranoxid (U3O8) ausgegangen. Nun erwartet man weiteres Explorations-Potential zwischen 17 und 27 Millionen Pfund Uranoxid und möchte diese Daten bis Mitte des Jahres in einer offiziellen JORC-Kalkulation bestätigen.

Weiterhin soll das Explorationsgebiet durch weitere Bohrungen ausgeweitet werden. Phantasie sorgt unter Anlegern auch die Ankündigung des Unternehmens, auf dem Marenica-Projekt durch eine Absenkung des Cut-Off-Grades das kostengünstige Heap-Leaching-Verfahren anwenden zu können, bei dem das Uran bereits in der Erde durch Säure vom Gestein gelöst und dann abgepumpt wird. Aktionäre von West Australian Minerals zeigen sich durch diese Neuigkeiten in ihrem Investment bestätigt: In Anlegerforen kursieren heute bereits Kursziele von über einem Euro.

Begründet werden diese optimistischen Prognosen mit Plänen von West Australian Metals, künftig gezielt Investoren aus Nordamerika für die Aktie zu begeistern. Weiterhin soll innerhalb der kommenden sechs Monate keine weitere Kapitalerhöhung zur Finanzierung der Explorationsarbeiten nötig sein. Gemessen am aktuellen Kurs von knapp 0,14 Euro sind Kursziele jenseits von einem Euro sicherlich sehr ambitioniert. Die für den Sommer angekündigte JORC-Kalkulation wird zeigen müssen, ob die fundamentale Entwicklung des Unternehmens derart hohe Kurse rechtfertigt.


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