Eskalation an der Westküste Afrikas: Putschisten ermorden Präsident von Guinea-Bissau

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Justizministerium in Bissau: Bleibt Guinea-Bissau trotz Putsch auf einem guten Weg?Der zwischen Senegal und Guinea an der afrikanischen Westküste gelegene Kleinstaat Guinea-Bissau wurde nach Angaben portugiesischer Quellen von einem Militärputsch erschüttert. Bei den Kämpfen soll auch der amtierende Präsident Guinea-Bissaus, João Bernardo Vieira, ums Leben gekommen sein. Guinea-Bissau ist ein seit 1974 von Portugal unabhängiger Staat, der zu den zehn ärmsten Ländern der Welt gezählt wird. Dennoch hatte es in den vergangenen Jahren eine demokratische Öffnung des Landes gegeben. Durch den nun erfolgten Militärputsch und den Tod des Präsidenten Vieira droht diese Entwicklung nun ins Stocken zu geraten.

Die Bevölkerung Guinea-Bissaus lebt in erster Linie von der Landwirtschaft. Darüber hinaus verfügt das Land über Phosphat- sowie Bauxit-Vorkommen, die jedoch noch nicht wirtschaftlich gefördert werden. Pläne zur Phosphat-Förderung der Schweizer Aktiengesellschaft GB Mining hatten im Sommer des vergangenen Jahres zwar für Aufruhr an der Börse gesorgt, allerdings gibt es seit mehreren Monaten keine Neuigkeiten mehr von GB Mining und seinen Projekten.

Neben Phosphat und Bauxit wird auch Erdöl in Guinea-Bissau vermutet. Allerdings gelten die Vorräte bislang als nicht wirtschaftlich förderbar. Es ist damit zu rechnen, dass Guinea-Bissau auch in naher Zukunft keine Investoren finden wird. Da es auch im Nachbarstaat Guinea im vergangenen Dezember zu einem Militärputsch kam, droht die gesamte Region instabil zu werden.


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