Wirecard-Aktie stürzt nach Zeitungsbericht zum zweiten Mal ab

Die Aktien von Wirecard brachen nach einem neuerlichen kritischen Bericht der Financial Times über den Zahlungsabwickler um ein Viertel ein. Es ist diese Woche bereits der zweite große Kurseinbruch der Wirecard-Aktie. Laut der Financial Times habe eine externe, von Wirecard beauftragte Anwaltskanzlei Hinweise auf finanzielle Unregelmäßigkeiten in der Niederlassung in Singapur entdeckt. Wirecard wies den Bericht als “diffamierend und unzutreffend” zurück – die Aktienkäufe brachen in Folge trotzdem ein.

Die im deutschen Leitindex DAX vertretene Aktie des Zahlungsabwicklers fiel nach den Vorwürfen vom Freitag zwischenzeitlich um bis zu 31 Prozent. Mit 99,80 Euro markierte die Aktie zwischenzeitlich ihren tiefsten Stand seit April 2018. Nach einer leichten Erholung lag der Aktienwert am Freitag bei Börsenschluss immer noch um fast 23 Prozent unter Eröffnungsniveau. Damit liegt das Papier sogar noch unter dem Tiefstkurs vom Mittwoch.

Bundesfinanzaufsicht Bafin und Staatsanwaltschaft München ermitteln

Am Mittwoch hatte die Aktie bereits 10 Prozent an Wert eingebüßt, zwischenzeitlich war sie sogar um 20 Prozent gefallen. Auch das ging auf einen Bericht der Financial Times zurück: die Zeitung hatte über mögliche Dokumentenfälschung und Geldwäsche durch einen Manager von Wirecard in Singapur berichtet. Wirecard hatte auch diesen Beitrag zurückgewiesen.

Nach dem Kurseinbruch vom Mittwoch nahmen die Bundesfinanzaufsicht Bafin und die Staatsanwaltschaft München Ermittlungen gegen Wirecard auf. Die Behörden untersuchen, ob es sich bei dem Aktienabsturz um eine mögliche Marktmanipulation gehandelt hat. Das bayrische Unternehmen war in den vergangenen Jahren wiederholt Ziel von Betrugsvorwürfen, die aber bisher unbewiesen im Raum standen.

 

6 Gedanken zu „Wirecard-Aktie stürzt nach Zeitungsbericht zum zweiten Mal ab

  1. Hans-Erich Fröhlich

    Ich bin ein einfacher Privatanleger und verfolge den Titel seit knapp 2 Jahren. Bin mit meinem Eistig 2018 auf 120% Gewinn gestiegen und bei70% plus ausgestiegen. Das Geschäftsmodell greift die Platzhirsche in Deutschland und auch Europa an. Es gibt wenig Freunde, gerade wenn die Alten genau wissen wieviel sie verschlafen haben. Die Atacken gegen die Firma wurden bisher relativ schnell ausgebügelt. Neu ist die unmittelbare 2. Atacke mit Informanten aus Wirecard-Auftragnemern oder – Dienstleistern.
    Das Unternehmen sollte wohl erheblich vorsichtiger mit seinen Vertragspartnern sein angesichts der vielen
    Nichtausgeschlafenen. Ich beobachte noch ein wenig, vielleicht ?!!.
    Würde aber schnell wieder einsteigen

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  2. pascal Schäfer

    Evtl. solltes du auch erwähnen, dass die Aktie seitdem wieder um 50% gestiegen ist. Solch eine Performance können nicht viele Aktien vorweisen. Das wäre für deine Leser ein super Service!

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  3. Hans-Peter Schlösser

    Das riecht doch nach einem Zuarbeiten für die Shortseller, einen Artikel von Februar 2019 heute erneut zu posten. Schämt euch, ihr Ganoven.

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