Online Trading: Funktionsweise, Tipps und die besten Anbieter

Trading war früher nur jenen wenigen Menschen vorbehalten, welche sich auf der hektischen Bühne der Börse tummelten. Im heutigen Internetzeitalter kann jeder sein Glück im online Trading versuchen und mit Wertpapieren, Aktien oder weiteren Finanzprodukten handeln. Manch einer verirrt sich da im Dschungel der grenzenlosen Möglichkeiten.

Will man Gewinne einfahren, muss man über fundierte Kenntnisse verfügen oder vom Glück gesegnet sein. Besonders bei Trading-Anfängern kommt bei den ersten Handelsschritten eine Vielzahl an Fragen auf. Die häufigsten davon wollen wir in dem folgenden Artikel erläutern.

Trading simpel erklärt

Trading – oder auf Deutsch «Handeln» – bezieht sich auf den  Handel mit Finanzprodukten wo Trader Gewinne erzielen wollen.

Trading verbinden viele Leute mit dem Aktienhandel, aber längst bietet Online Trading mehr als nur der Handel mit Aktien. So können Trader heute auch mit vielen anderen Assets handeln, wie z.B.:

  • Fonds,
  • Anleihen,
  • Derivaten,
  • Devisen,
  • Rohstoffen oder
  • Bitcoin

Zudem muss man die Wertpapiere nicht einmal mehr zwingend erworben haben. Man kann auch einfach auf fallende oder steigende Kurse wetten.

Besonders risikofreudige oder selbstsichere Händler können noch einen «Leverage» (Hebel) setzen.

Heutzutage bieten nicht nur Banken eine Trading-Plattform, sondern vielmehr auch Online-Broker, welche oft bessere Konditionen als die Banken haben.

Das bedeutet Online Trading

Vom Online Trading spricht man, wenn jemand mit Finanzprodukten über das Internet handelt. Privatpersonen können aber nicht einfach alleine an einem Handelsplatz oder einer Börse traden, sie brauchen dafür eine Bank oder einen Online-Broker, welcher für diese Aufgaben als Vermittler zuständig ist.

  • Als privater Händler muss man also einen Broker kontaktieren und bei ihm ein Depot anlegen, um aktiv werden zu können.

Online Trading ist natürlich  von überall auf der Welt möglich Man braucht nur einen Internetanschluss und einen Laptop oder ein Handy.

Das bedeutet Day Trading

Vereinfacht gesagt ist das Daytrading die Ausübung des Kaufs und Verkaufs von Aktien am selben Tag, oft über das Internet, um einen schnellen Gewinn zu erzielen.

  • So sparen sich Trader die Finanzierungskosten respektive Übernachtgebühren, die anfallen, wenn eine Position nicht vor Börsenschluss verkauft wurde.
  • Ein weiterer Vorteil des Daytradings ist, dass man dem Risiko aus dem Weg geht, am nächsten Morgen eine böse Überraschung zu erleben, wenn über Nacht eine «Gap» (Lücke) entstanden ist.
Was ist ein Gap?
Als Gaps werden unvorhergesehene, gravierende Kursschwankungen bezeichnet, die am Morgen auftreten können, wenn die Börse wieder öffnet.

Dies kann beispielsweise passieren, wenn über eine Führungsperson oder ein Unternehmen besorgniserregende News verbreitet wurden.

Beim Daytrading lassen sich auch mit wenig Kapital schöne Gewinne einfahren, aber natürlich bietet das Daytrading nicht nur Vorteile:

  • Selbstredend ist das Zeitfenster begrenzt.
  • Man muss sich als Trader also schnell entscheiden und das birgt ein hohes Verlustrisiko, vor allem wenn man unerfahren ist.
  • Kursverläufe muss man permanent im Auge behalten und mit einer ausgeklügelten Strategie ans Werk gehen, um wirklich vom Daytrading profitieren zu können.

Bei der Wahl eines Brokers empfiehlt sich zu prüfen, wie hoch die  Handelsgebühren  sind und wie diese berechnet werden. Eine Pauschalgebühr schützt den Trader vor zu hohen Extrakosten, welche die Rendite unnötig schmälern.

Das bedeutet Margin Trading

Beim Margin Trading handelt der Trader mit Hebelprodukten, und erst noch mit fremdem Kapital, welches der Online Broker zur Verfügung stellt.

Die Marge ist die Sicherheitsleistung, die der Broker als Gegenleistung für das zur Verfügung stellen des Kapitals berechnet.

Hebelprodukte können beispielsweise CFDs sein (Differenzkontrakte), aber auch gewöhnliche Aktien, Devisen, Forex Trading (Handel mit Währungen) und Futures (Terminkontrakte).

Mit wenig eingesetztem Kapital sind also große Gewinne, aber auch massive Verluste möglich.

Ein Beispiel: Ein Trader will 1.000 Aktien zum Kurs von 180 Euro erwerben, hat aber nicht genügend Geld auf dem Konto, um für die normalerweise fälligen 180’000 aufzukommen. Der Broker kann ihm bei einem Hebelgeschäft von 1:3 anbieten, bloss eine Sicherheitsleistung von 60.000 zu leisten.

Steigt der Kurs der Aktien nun von 180 auf 200, kann der Trader die Aktien verkaufen und statt einem Gewinn von 20 Euro pro Aktie diesen auf 60 Euro verdreifachen. Total beläuft sich der Gewinn in diesem Fall dann auf 60.000.

Das bedeutet Swing Trading

Beim Swing Trading (Schwung-Handel) versucht der Trader,  Gewinne aus Kursschwankungen  einzufahren. Auch dies ist eine Trading-Strategie für einen kürzeren Zeitraum, denn der Trader hält die Finanzprodukte nur für ein paar Tage. Er schwingt also von Kurs zu Kurs.

Der Händler nimmt dabei an, dass sich die Preise nicht linear entwickeln. Er versucht sich kurzfristige Änderungen im längerfristigen Trend zunutze zu machen und setzt dabei entweder auf Swing Highs (Kurshochs) oder Swing Lows (Kurstiefs).

Swing Trading ist deshalb nicht das gleiche wie das Daytrading, weil der Swing-Trader in Bezug auf den Handelszeitraum mehr Spielraum hat. Er muss die Geschäfte nicht am selben Tag abwickeln. Wohl könnte er es innerhalb von einer halben Stunde tun, er kann sich aber genauso gut mehr als einen Tag Zeit nehmen.

Swing Trading gibt es vor allem beim Forex-Handel (Handel mit Währungen), aber auch beim Aktienhandel. Dies sind extrem spekulative Geschäfte, die zweifelsohne mit einem großen Risiko verbunden sind und sich deshalb nur für erfahrene Trader eignen.

Für Neulinge oder Trader mit weniger Erfahrung empfiehlt sich also das klassische Trading, bei welchem Finanzprodukte nicht nur für ein paar Tage gehalten werden.

Die Positionen werden beim klassischen Trading aber nicht so lange gehalten, dass man von einer Investition sprechen könnte, denn Anlagen sind langfristig. Traden und Investieren sind zweierlei Dinge, doch die Grenzen sind fliessend. Online-Portale dienen vor allem dem Handel und nicht primär dem Investieren.

Tipp: besonders für Anfänger eignet sich das sogenannte Social Trading, bei welchem die Strategien erfolgreichen Trader kopiert werden können. Der bekannteste Anbieter auf diesem Gebiet ist eToro.

Ihr Kapital ist im Risiko

Hier kann man handeln

Deutsche Börsen: Bei Börsenplätzen gibt es keine Ausnahmen mehr; professionelle Anbieter bieten Tradern heutzutage Zugang zu sämtlichen Börsen in Deutschland.

Ausländische Börsen: In Bezug auf Börsen im Ausland bestehen bei den Trading-Plattformen aber Unterschiede. Für interessierte Trader gilt es deshalb zu prüfen, ob und zu was für Konditionen sie beispielsweise bei der NASDAQ, der NYSE und der AMEX in den USA oder auch bei der Stock Exchange in London aktiv werden können.

Immer wichtiger wird auch der ausserbörsliche Handel, bei welchem weder  Börsen- noch Maklergebühren  anfallen. Lang & Schwarz ist so ein Anbieter, wo man über den Direkthandel oft schon bevor die Börse öffnet oder nachdem sie schliesst Finanzgeschäfte abwickeln kann.

Hier sollten sich Trader aber vergewissern, dass die beabsichtigten Handelsplätze auch angeboten werden. So sollte man abklären, welche der folgenden Plätze zur Verfügng stehen:

  • Emittenten,
  • Fondsgesellschaften oder
  • sonstigen Handelsplätze im ausserbörslichen Direkt-Trading

Der Online-Broker finanzen.net hat beispielsweise 22 ausserbörsliche Handelsplätze im Angebot.

Handelsoptionen für Trader

AssetsBeschreibung
WährungenIst der Trader auf abenteuerliche Geschäfte aus, so empfiehlt sich ihm das Währungsgeschäft, welches schon für manchen Adrenalinschub gesorgt hat. Für den Devisen- respektive Forex-Handel kontaktiert man am besten einen spezialisierten Forex-Broker.
AktienImmer noch genug Nervenkitzel bietet das Aktiengeschäft.
RohstoffeAuf dem Rohstoffmarkt kann man sich mit Optionen und Futures (Termingeschäften) das Sackgeld aufbessern oder den Geldbeutel regelrecht löchern.
OptionenMit Optionen kauft man sich das Recht, eine Position zu einem bestimmten Zeitpunkt zu einem bestimmten Preis zu kaufen (Call-Option) oder zu verkaufen (Put-Option).
FuturesÄhnlich funktioniert auch das Geschäft mit den Futures, die es zunächst nur beim Rohstoffhandel gab, heute aber auch für andere Finanzprodukte zur Verfügung stehen.
DifferenzkontrakteDie Differenzkontrakte (CFDs) mit ihrer Hebelwirkung bieten eine weitere Möglichkeit, grosse Gewinne erzielen zu können. So wettet ein Trader bei einem CFD auf steigende oder fallende Kurse.
FondsDann gibt es noch den Fondshandel, der nicht ganz so riskant wie die aufgezählten Geschäfte, jedoch auch nicht risikolos ist.

Für einen Trader stellt sich immer die Frage,  wie viel Risiko  er einzugehen bereit ist.

Kenntnisse verschafft man sich als Anfänger (oder auch Fortgeschrittener), durch folgende Methoden:

  • Analysetools von Online-Brokern nutzen,
  • Live-Charts und Software-Lösungen zu Echtzeit-Kursverläufen studieren,
  • Nachrichten sind wichtig, denn diese können bedeutende Auswirkungen auf den Kurs haben,
  • Kostenfreie Demokonten, welche die meisten renommierten Online-Broker anbieten.

Gute Online-Trading-Plattformen sind eToro, xtb Online Trading, finanzen.net, DEGIRO sowie auch die DKB Deutsche Kreditbank AG.

Kosten bei unabhängigen Online-Brokern und Banken

GebührBeschreibung
DepotkostenWährend Banken oftmals noch Depotkosten in Rechnung stellen, stellen unabhängige Online-Broker ihre Plattformen meistens ohne eine solche mittelalterliche Gebühr zur Verfügung.
OrderlimitsAuch Orderlimits sind nicht überall kostenlos und Rabatte auf Fonds oder preiswerte ETF-Sparpläne bietet auch nicht jede Plattform.
Trading-GebührenDann gibt es noch die Trading-Gebühren, die bei den Brokern unterschiedlich hoch ausfallen können.
LimitgebührenZu guter Letzt gibt es auch noch Limitgebühren oder Spesen für die Löschung eines Auftrags, oder wenn ein Auftrag nicht auf einmal, sondern in Teilbeträgen bezahlt wird.
FremdspesenDes Weiteren kommen da natürlich noch die Fremdspesen, auch Ordergebühren genannt. Sie sind nicht das Gleiche wie die Orderprovision, denn Ordergebühren sind die Kosten für den Auftrag an sich, welche Dritte verursachen. So zum Beispiel die Courtage und auch Clearing- und Handelsplatzgebühren
OrderprovisionAuch die Orderprovision sollte man im Auge behalten, denn sie ist ein bedeutender Kostenfaktor beim Trading. Die meisten Anbieter verlangen diese prozentual zum Ordervolumen. Viele Banken verlangen dabei einen Mindestsatz, damit sie auch bei kleineren Geschäften nicht zu kurz kommen.

*Bei finanzen.net und Flatex zahlen Trader eine pauschale Orderprovision. Bei finanzen.net zahlt der Händler für alle deutschen Handelsplätze 5 Euro, und zwar unabhängig davon, wie gross oder klein sein Ordervolumen ist. Flatex verlangt unwesentlich mehr: Bis zu einem Ordervolumen von 40’000 EUR nämlich 5,90 Euro pro Geschäft, bei einem Ordervolumen über 40’000 EUR kostet es mehr.

Wie man sieht, lassen sich die Anbieter bei den anzufallenden Gebühren so manches einfallen. Die Kostenvielfalt ist praktisch so grenzenlos wie die Welt des Tradings generell. Nicht alle Broker sind so geldgierig; ein Vergleich zahlt sich aus.

Fazit zum Online Trading

Egal, ob man sich nun für einen unabhängigen Online-Broker entscheidet, der einem den Zugang zum Trading verschafft, oder man doch lieber zu einer Bank geht. Viele Online-Broker haben sich auf einen Bereich spezialisiert, ein  sorgfältiger Vergleich ist deshalb ratsam Es gilt, auf ein Depot mit niedrigen Kosten und bestmöglichen Leistungen zu setzen.

Fazit: Das Erfolgsrezept beim Trading besteht aus einer Mischung von fundierten Marktkenntnissen, einem fachkundigen und zuverlässigen sowie günstigen Broker, einer durchdachten Strategie und nicht zuletzt auch einem glücklichen Händchen.
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Über den Autor

Chefredakteur at | + posts

Chefredakteur bei aktien-blog.com. Seit meinen frühen Jugendjahren beschäftige ich mich mit Aktien und verschiedenen Investments und bin aktuell als selbstständiger Finanzvermittler tätig.